Dienstbeginn am 1. Dezember

Philipp Ruess ist neuer Pfarrer von Nieder- und Oberelsungen

Ein junger Mann steht in Pfarrers-Kleidung vor einem Mikrofon, in der rechten Hand hat er ein Tablet.
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Philipp Ruess ist der neue Pfarrer für Nieder- und Oberelsungen: Den Einführungsgottesdienst hielt er auf der Waldbühne in Niederelsungen.

Etwa hundert Gemeindemitglieder und Gäste besuchten den Einführungsgottesdienst des neuen Pfarrers Philipp Ruess für die Kirchengemeinde Niederelsungen und Oberelsungen auf der Waldbühne.

Niederelsungen – Mit Erleichterung und auch etwas Neugier warteten die Besucher gespannt auf die Predigt des Neuen, nachdem er von Dekan Wolfgang Heinicke offiziell vorgestellt worden war.

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Philipp Ruess die Frage, ob sich überhaupt noch etwas lohnt zu tun, angesichts der ungewissen Lage im Lande. Seine Antwort darauf war, die Dinge anzupacken, gelassen zu bleiben und veranschaulichte seine Worte mit einer kleinen Engelsgeschichte.

Unkomplizierte und erfrischende Art

Die Realität aufgrund der Vorkehrungen wegen der Corona Pandemie hatte die Kirchengemeinde Nieder- und Oberelsungen schon lange eingeholt. So war eine gemütliche Feier nach dem Einführungsgottesdienst nicht möglich.

Immerhin konnten viele Gottesdienste mit Pfarrerin Dorothee Rahn aus Zierenberg als Vertretung auf der Waldbühne Niederelsungen im Sommer dieses Jahres stattfinden.

Für den neuen Pfarrer war es wohl ein etwas ungewöhnlicher Ort für seine Einführung, obwohl er ihn „als sehr stimmungsvoll und nahe an Gott empfunden hat“. Und mit seiner unkomplizierten, erfrischenden Art heimste er gleich viele Sympathiepunkte bei den Besucher ein.

Für Ruess ist es die erste Pfarrstelle überhaupt

Trotz der veränderten Bedingungen brennt Pfarrer Ruess darauf, seine neue Gemeinde kennenzulernen, für die er ab 1. Dezember offiziell zuständig ist. Er sieht den Pfarrberuf als „eine sehr vielfältige, wunderbare und herausfordernde Aufgabe“ an.

Seine ersten Begegnungen mit den Mitgliedern seiner neuen Gemeinde seien sehr positiv gewesen, sagt der 34-Jährige gebürtige Bayer und fügt hinzu, dass er selten so viele ehrenamtlich engagierte Menschen kennengelernt habe wie in dieser Gemeinde.

Für Philipp Ruess ist es die erste Pfarrstelle überhaupt, obwohl er schon einige Erfahrungen als Pfarrer mit Predigtauftrag in der Gemeinde Ahnatal in diesem Jahr sammeln konnte. Nach dem Studium der Theologie in Marburg, Bonn und Mainz absolvierte er das Vikariat in der südhessischen Stadt Gelnhausen. Danach war er in der Schülerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Bildungsdezernat in Kassel tätig.

Arbeit mit jungen Menschen liegt ihm besonders am Herzen

Im Einzelnen führte er Orientierungstage, Schüleraktionen und Projekte an verschiedenen Schulen im Kreis Kassel durch. Philipp Ruess ist ein junger, moderner Pfarrer, der sich auch mit Medienarbeit auskennt und innovative Ideen hat. So erhielt er einen Preis für das Projekt „Ein Fass aufmachen, ein Abend mit Poetry Slam, Bier und Gott“.

Auch wenn er ein Pfarrer für alle seine Schäfchen in der Gemeinde sein werde, so liege ihm die Arbeit mit Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders am Herzen, bekennt Philipp Ruess. Jetzt muss nur noch das Pfarrhaus renoviert werden, damit der neue Pfarrer nicht mehr täglich von Kassel nach Oberelsungen pendeln muss. (Ursula Neubauer)

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