Er hat das Fundament gelegt

Dr. Georg Maraun an 95. Geburtstag für 75 Jahre in der SPD geehrt

Dr. Georg Maraun an seinem 95. Geburtstag: Am Freitag wurde er zudem für 75 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt. Ihm gratulierten (von links) SPD-Landtagsabgeordneter Oliver Ulloth, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wolfhagen, Armin Schomberg, Wolfhagens Erster Stadtrat Karl-Heinz Löber, SPD-Bezirksvorsitzender Timon Gremmels und der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Wolfhagen, Burkhard Finke.
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Dr. Georg Maraun an seinem 95. Geburtstag: Am Freitag wurde er zudem für 75 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt. Ihm gratulierten (von links) SPD-Landtagsabgeordneter Oliver Ulloth, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wolfhagen, Armin Schomberg, Wolfhagens Erster Stadtrat Karl-Heinz Löber, SPD-Bezirksvorsitzender Timon Gremmels und der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Wolfhagen, Burkhard Finke.

Dr. Georg Maraun hält der SPD 75 Jahren die Treue. Am Freitag feierte er seinen 95. Geburtstag.

Leckringhausen – In Hessens nördlicher Hälfte ist Dr. Georg Maraun der Sozialdemokrat mit der längsten Parteizugehörigkeit. Seit 75 Jahren hält er der SPD die Treue. Am Freitag feierte er in seinem Haus in Leckringhausen im engsten Kreis seinen 95. Geburtstag. Glückwünsche überbrachte an diesem Tag auch eine kleine Abordnung der SPD.

Maraun, der seit vielen Jahren in Wolfhagens kleinstem Stadtteil wohnt, ist nicht irgendein Genosse. Als junger Mann und später auch in seinem Job lernte er große Persönlichkeiten seiner Partei kennen. Willy Brandt und Elisabeth Selbert sind zwei von ihnen. „Die Selbert würde der SPD heute gut stehen“, sagt der Jubilar mit einem Augenzwinkern während des kurzen Empfangs. Maraun, der als Anwalt und Notar tätig war, mit 34 Jahren im Landkreis Gießen Hessens jüngster Landrat wurde und später zum Landeswohlfahrtsverband wechselte, sieht die SPD durchaus kritisch. „Wir müssen die soziale Seite mehr betonen, wir sind doch die, die für die Schwachen da sein sollten.“ Aber er findet auch, dass die SPD wieder eine gute Richtung einschlägt, „sie verbessert sich“.

Im Februar 1946 trat Maraun, der damals noch unter den Eindrücken des Krieges stand, in die SPD ein. „Früher ging es nicht“, sagt er. Der SPD-Bezirksvorsitzende Timon Gremmels ehrte den 95-Jährigen am Freitag mit einer Urkunde und einer goldenen Anstecknadel.

Er habe schon einige Ehrungen vorgenommen, jedoch sei es seine Erste für eine 75-jährige Mitgliedschaft, sagt Gremmels beeindruckt. „Damit kannst du fast die Hälfte der 160-jährigen SPD-Geschichte überblicken.“ Dr. Georg Maraun gehöre zu den Menschen, die das Fundament gelegt haben, auf dem die Genossen heute gehen können, sagt Landtagsabgeordneter Oliver Ulloth.

Dass der Sozialdemokrat auch andere Menschen in ihren politischen Ansichten beeinflusst hat, ist nicht überraschend. Alle seine drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter, gehören der SPD an. Sogar seine 20-jährige Enkelin Lara tritt in die Fußstapfen ihres Großvaters und engagiert sich für die Sozialdemokraten in der Kommunalpolitik.

Wie selten Ehrungen für 75-jährige Mitgliedschaften vorgenommen werden, zeigt ein Blick in die Statistik. Auf Bundesebene sind es in diesem Jahr 127 Personen, in ganz Hessen neun. Von denen gehört eine Frau in den SPD-Unterbezirk Kassel-Land, sie wird im November ausgezeichnet. Fest vorgenommen hat sich Georg Maraun, in fünf Jahren die Glückwünsche zu 80 Jahren Mitgliedschaft entgegenzunehmen. „Dann bringe ich auch die Parteivorsitzenden mit“, sagt Gremmels. (Antje Thon)

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