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Ein Container voller Rucksäcke

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Von: Hanna Maiterth

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Einen Container voll mit Schulrucksäcken übergaben die Amazon-Mitarbeiter Dennis Andres und Johannes Stiefel (Standortleiter) an (letzte Reihe von links) Stadtrat Norbert Ithner, Matthias Schacht (Vorsitzender Förderverein Grundschule), Heiko Weiershäuser (ökumenischer Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Ukraine) und Anna Weidt (VfL Wolfhagen) sowie die zukünftigen Erstklässler: (vorne von links) Vladislav Iniutkin, Yurii Myshanych, Mikhaylo Bohdanova, Volodymyr Myshanych und Miguel Weidt sowie (zweite Reihe) Katerina Savinova und Marishka Sasina. Begleitet wurden die Kinder von ihren Müttern Maryna Myshanych, Daryna Bohdanova, Tatyana Savinova und Viktoriia Iniutkina.
Einen Container voll mit Schulrucksäcken übergaben die Amazon-Mitarbeiter Dennis Andres und Johannes Stiefel (Standortleiter) an (letzte Reihe von links) Stadtrat Norbert Ithner, Matthias Schacht (Vorsitzender Förderverein Grundschule), Heiko Weiershäuser (ökumenischer Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Ukraine) und Anna Weidt (VfL Wolfhagen) sowie die zukünftigen Erstklässler: (vorne von links) Vladislav Iniutkin, Yurii Myshanych, Mikhaylo Bohdanova, Volodymyr Myshanych und Miguel Weidt sowie (zweite Reihe) Katerina Savinova und Marishka Sasina. Begleitet wurden die Kinder von ihren Müttern Maryna Myshanych, Daryna Bohdanova, Tatyana Savinova und Viktoriia Iniutkina. © Hanna Maiterth

150 ukrainische Kinder bekommen zur Einschulung Grundausstattung von Amazon spendiert.

Wolfhagen – Stifte, Federmäppchen und Rucksack gehören für Schüler ebenso zur Grundausstattung wie Hefte, ein Turnbeutel und eine Dose für das Pausenbrot. Bei der Einschulung müssen all diese Dinge jedoch erst einmal angeschafft werden. Das geht ins Geld. In Wolfhagen bekommen deshalb 150 ukrainische Kinder, die in der kommenden Woche eingeschult werden, von Amazon eine Grundausstattung gestellt.

Mit der Aktion „Back to School“ greift das amerikanische Unternehmen nicht zum ersten Mal finanziell schwachen Familien unter die Arme. In diesem Jahr gehen die Rucksäcke an Kinder, die mit ihren Müttern vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Die Mitarbeiter im Sortierzentrum in Wolfhagen-Breuna befüllten jetzt zu diesem Zweck 150 blau-schwarze Rucksäcke mit den Schulutensilien.

Deutschlandweit sind weitere 26 Standorte an der Aktion beteiligt. Damit werden mehr als 8000 Schulrucksäcke mit einem Wert von je 45 Euro verteilt, wie das Unternehmen mitteilt.

Im Sortierzentrum im Gewerbegebiet Hiddeser Feld nahm am Dienstag eine kleine Delegation aus künftigen Erstklässlern die Rucksäcke in Empfang. Auch die erwachsenen Begleiter bestehend aus Vertretern vom VfL Wolfhagen, dem Förderverein der Grundschule, der Stadt sowie vom ökumenischen Arbeitskreis Flüchtlinge waren sich einig: „Das ist eine tolle Aktion.“ Es sei schön, dass jene, die helfen können, dies auch tun, sagte Anna Weidt vom VfL Wolfhagen.

Die Wolfhagerin, die ukrainische Wurzeln hat, engagiert sich nicht nur ehrenamtlich in der Abteilung Ringen, sondern auch als Dolmetscherin für die geflüchteten Gäste aus der Ukraine. Sie und Heiko Weiershäuser, vom ökumenischen Arbeitskreis, begleiteten die Kinder und ihre Mütter ins Sortierzentrum. Für die zukünftigen Erstklässler war es eine Überraschung. Sie wussten vorher weder, wo es hingehen sollte, noch verriet Weidt von den Geschenken.

Direkt nach dem Sprachkurs bei Weiershäuser setzten sie sich in einen kleinen Bus und steuerten die Otto-Hahn-Straße an. Die Überraschung glückte. Mit strahlenden Augen nahmen sie die Rucksäcke in Empfang. Die Schulrucksäcke, die Einschulung, so Weidt, zeigen den ukrainischen Kindern: Es gibt auch eine Normalität. In einer Zeit, in der Familien auseinandergerissen werden, weil Väter und Großeltern im Kriegsgebiet bleiben, sei dies besonders wichtig.

In Rekordzeit hatten die Amazon-Mitarbeiter vergangenen Woche die Überraschungspakete vorbereitet, wie Standortleiter Johannes Stiefel und Personalerin Nazan Keser erzählten. „Die ganze Frühschicht mit 25 Leuten hat angepackt“, so Keser. In nur 45 Minuten seien die Rucksäcke mit den wichtigsten Utensilien für den Schulstart befüllt worden. „Es ist besonders schön“, ergänzt Stiefel, „dass wir Kinder unterstützen können, die das besonders brauchen. Das macht die Aktion doppelt so wertvoll.“ Dem stimmte auch Stadtrat Norbert Ithner zu. „Viele Ukrainer bleiben nicht auf Dauer, weil sie zurück zu ihren Familien wollen. Dass Amazon hier unterstützt, finde ich klasse.“

Sportverein und Förderverein werden die Rucksäcke nun an die Schüler und Schülerinnen verteilen, versprach Matthias Schacht, Vorsitzender des Fördervereins. Er freute sich über die „super Ausstattung“. (Hanna Maiterth)

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