Ein Stück Unbeschwertheit

Neues Spielgerät in Wolfhagen lässt Kinderherzen höherschlagen

Freuen sich über das Multifunktionsgerät: Vizelandrat Andreas Siebert (von links), Arlett Brückner vom Immobilienmanagement des Landkreises, Pia Deimel von der Kinderbetreuung in der Pommernanlage, Pfarrerin Katharina Ufholz, Integrationsmanagerin Kathrin Schacht und Jörg Roßberg, Fachbereichsleiter Soziale Dienste und Migration, mit einigen der aktuell 133 in der Pommernanlage lebenden Jungen und Mädchen.
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Freuen sich über das Multifunktionsgerät: Vizelandrat Andreas Siebert (von links), Arlett Brückner vom Immobilienmanagement des Landkreises, Pia Deimel von der Kinderbetreuung in der Pommernanlage, Pfarrerin Katharina Ufholz, Integrationsmanagerin Kathrin Schacht und Jörg Roßberg, Fachbereichsleiter Soziale Dienste und Migration, mit einigen der aktuell 133 in der Pommernanlage lebenden Jungen und Mädchen.

Auch wenn das neue Spielgerät auf dem Gelände der ehemaligen Pommernkaserne erst am Freitag eröffnet wurde, ist es schon seit Tagen begehrt bei den 133 Jungen und Mädchen, die unter den 414 Geflüchteten in der Pommernanlage leben.

Gasterfeld - „Die Kleinen hätten am liebsten schon mit dem Spielen losgelegt, als der Beton noch nicht trocken war“, sagt Arlett Brückner vom Immobilienmanagement des Landkreises, die gemeinsam mit Vizelandrat Andreas Siebert und weiteren Vertretern von Kreis und Kirche am Freitag das kunterbunte Multifunktionsgerät übergeben hat, um dem Spiel- und Bewegungsdrang der Kinder in der größten Gemeinschaftsunterkunft des Kreises neue Möglichkeiten zu eröffnen. Siebert brachte dabei auf den Punkt, dass es sich für ihn um mehr als bloß ein Spielgerät handelt. „Gemeinsame Aktionen wie diese sind wichtige Impulse des gesellschaftlichen Miteinanders“, so der Vizelandrat. „Wir können so in unserem Landkreis zeigen, dass Geflüchtete bei uns willkommen sind, dass wir uns um sie kümmern und sie nicht allein lassen.“

Die Anregung, das Spielgerät anzuschaffen, sei vom ehemaligen Dekan Dr. Gernot Gerlach, der sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Kirchengemeinde seit vielen Jahren für die Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft engagierte, an ihn herangetragen worden, berichtet Siebert. „Ich habe mich diesem Wunsch, in Abstimmung mit den Fachbereichen Soziales und Immobilienmanagement sehr gern angeschlossen“, sagt er und dankt Katharina Ufholz, die für die evangelische Kirche zur Eröffnung gekommen war.

„Kinder sollen Kinder sein dürfen, da gehört Spielen ebenso zu wie Bewegung und Spaß haben, all das ist hier möglich“, freut sich die Pfarrerin, für die der Spielplatz ebenfalls nicht nur ein Spielplatz ist: „Er ist vielleicht ein Stück Unbeschwertheit, das den Kindern nach traumatischen Erlebnissen während ihrer Flucht oder in ihren Heimatländern nun zurückgegeben werden kann, vielleicht sogar ein Stückchen Kindheit, und deshalb haben wir das Projekt sehr gern unterstützt.“ 3200 Euro hat der Evangelische Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen zum rund 20 000 Euro teuren Multifunktions-Klettergerät beigesteuert, das neben Kletterstange, Rutsche und Wackelsteg auch mit einem Kletternetz und einer Kletterwand zum Spielen einlädt, wobei von der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft (Agil) eingebaute Fallschutzplatten unter dem Spielgerät für die Sicherheit sorgen.

Von Sascha Hoffmann

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