Stützpunkt kurz vor Baustart

Eines der größten Bauprojekte für Feuerwehren in Nordhessen startet bald in Wolfhagen

Vor den Toren Wolfhagens wird bis Sommer 2022 der neue Feuerwehrstützpunkt errichtet. Darauf freuen sich: Bürgermeister Reinhard Schaake, Wehrführer Lars Wiegand, Bauamtsleiter Michael Joost und Stadtbrandinspektor Frank Brunst (von links).
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Vor den Toren Wolfhagens wird bis Sommer 2022 der neue Feuerwehrstützpunkt errichtet. Darauf freuen sich: Bürgermeister Reinhard Schaake, Wehrführer Lars Wiegand, Bauamtsleiter Michael Joost und Stadtbrandinspektor Frank Brunst (von links).

Vor den Toren von Wolfhagen beginnen bald die Bauarbeiten für den neuen Feuerwehr-Stützpunkt. 9,5 Millionen Euro sollen in das Dienstleistungszentrum fließen. 

Wolfhagen – Die planierte Fläche gegenüber der Kläranlage in Wolfhagen hat gewaltige Dimensionen. Das Liemecke-Stadion samt Tribüne würde darauf locker Platz finden. Hergerichtet wird das Gelände für die Feuerwehr der Kernstadt. Dort entsteht der neue Stützpunkt, von dem auch Wehren der umliegenden Kommunen profitieren werden. Denn für sie übernehmen die Wolfhager Dienstleistungen. 

Bei dem Stützpunkt handelt es sich um eines der aktuell größten Bauprojekte für Feuerwehren in Nordhessen, sagt Bauamtsleiter Michael Joost.

Im Sommer in zwei Jahren soll das 9,5 Millionen Euro teure Dienstleistungszentrum an der Schützeberger Straße eingeweiht werden. Vor den Baufirmen liegt also jede Menge Arbeit. 

Nach Angaben von Joost werden in den nächsten Monaten die Hüllen der Gebäude errichtet. Er und Bürgermeister Reinhard Schaake haben sich in diesen Tagen mit Wehrführer Lars Wiegand und Stadtbrandinspektor Frank Brunst getroffen, um das für die Erschließung vorbereitete Terrain zu begutachten.

Im März rückten mehrere Bagger an - Der Baugrund muss an einigen Stellen noch verbessert werden

Im Winter waren die alten Gebäude abgerissen worden. Anfang März rückten mehrere Bagger und Planierraupen an, um das Erdreich für die anstehenden Arbeiten zu verdichten. An einigen Stellen müsse noch eine Verbesserung des Baugrundes erfolgen, so Joost. 

Danach würden die Versorgungsleitungen verlegt und eine riesige Betonplatte gegossen, auf der das Dienstleistungszentrum und das Katastrophenschutzlager des Landkreises Kassel errichtet werden.

Die Notwendigkeit eines Ersatzes für den alten Stützpunkt hatte sich in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Gründen abgezeichnet. So habe es nach Angaben von Michael Joost und Frank Brunst zunehmend Mängel an den technischen Anlagen und am Gebäude gegeben. Vorschriften hätten nicht mehr eingehalten werden können.

Wolfhager Feuerwehr übernimmt dann auch überörtliche Aufgaben

Zum anderen übernimmt die Feuerwehr überörtliche Aufgaben. Sie hält einen entsprechend größeren Fuhrpark mit Drehleiter, Großtanker und Gefahrgutfahrzeug vor. 

Für 15 Kommunen und Firmen werden in Wolfhagen Einsatzkleidung und Schläuche gereinigt, Flaschen und Atemschutzmasken gewartet. Der künftige Stützpunkt erfüllt Aufgaben der kritischen Infrastruktur. Er wird das einzige öffentliche Gebäude in Wolfhagen mit einer ausreichend dimensionierten Notstromversorgung und im Katastrophenfall Notstandort der Verwaltung sein. 

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