2G-Modell

Einlass nur noch für Geimpfte und Genesene wird diskutiert

Im Regionalmuseum Wolfhager Land bleiben die bisherigen Corona-Regeln: Eintreten dürfen Besucher nur nach Hinterlegung der Kontaktdaten und mit Mund-Nasen-Schutz, den auch Geschäftsführer Wolfgang Schiffner trägt.
+
Im Regionalmuseum Wolfhager Land bleiben die bisherigen Corona-Regeln: Eintreten dürfen Besucher nur nach Hinterlegung der Kontaktdaten und mit Mund-Nasen-Schutz, den auch Geschäftsführer Wolfgang Schiffner trägt.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) könnte sich in der Gastronomie zusätzliche Lockerungen vorstellen, wenn Gastwirte das 2G-Modell anwenden. Dasselbe gelte für Veranstalter und Friseure.

Wolfhager Land – Auch sie könnten künftig selbst entscheiden, ob sie nur geimpfte und genesene Menschen einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind – wie etwa Maskenpflicht und Abstandsregel.

Oliver Kasties, Dehoga-Geschäftsführer Nordhessen, sagte, dass die Gastronomen alle Kunden bedienen, und nicht selektieren wollen. Denn beim 2G-Modell würden Kinder unter zwölf Jahren automatisch außen vor bleiben.

Meinungen der Dehoga-Mitglieder gehen auseinander

Grundsätzlich seien die Meinungen der Dehoga-Mitglieder aber sehr unterschiedlich. Im Prinzip könnte in den Betrieben das Hausrecht umgesetzt und damit sofort das 2G-Modell angewandt werden. Weniger Abstand, mehr Gäste: Diesbezüglich sei die 2G-Option vor allem für kleinere Gastronomie-Betriebe ein Vorteil.

Im Winter könne sich die bisher gespaltene Stimmung unter den Mitgliedern auch wieder ändern, wenn die Gastronomen darauf angewiesen seien, mehr Gäste im Innenbereich aufzunehmen. Was bleibe, sei aber die Datenerhebung zur Kontaktnachverfolgung. So oder so. Aber schon allein das sei für alle Beteiligten mit einem hohen Aufwand verbunden, so Kasties.

Vor allem der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle

Ob die 2G-Regel umgesetzt werde oder ob es bei 3G bleibe, sei im Wolfhager Kino laut Betreiber Kai Mellinghoff noch nicht entschieden. Vor allem der finanzielle Aspekt spiele eine Rolle: Während Mellinghoff bei 2G alle 81 Sitzplätze besetzen könnte, sei bei 3G eine Auslastung von lediglich 50 bis 60 Prozent möglich.

Das wirke sich erheblich auf den Umsatz aus. Bereits jetzt gebe es die Möglichkeit, das Kino in 2G- und 3G-Bereiche aufzuteilen und oben zum Beispiel nur Geimpfte und Genesene hinzusetzen und unten auch Getestete. Wirklich sicher fühle er sich mit diesem Konzept aber nicht. Mellinghoff tendiere eher dazu, die 3G-Regel weiterhin anzuwenden, um niemanden auszugrenzen. (Monika Wüllner, Lea-Sophie Mollus)

2G schon möglich, aber noch ohne Vorteile

Schon jetzt können private Unternehmen die 2G-Regel (Zugang nur für Geimpfte/Genesene, aber nicht für Getestete wie bei 3G) über das Hausrecht anwenden, heißt es von der Staatskanzlei. In der nächsten Fassung der Hessischen Coronaverordnung (aktuell bis 16. September gültig) sollen die Anwendung von 2G und damit verbundene Vorteile, etwa mehr erlaubte Sitzplätze für Gastronomen, aufgenommen werden. Das stellt Ministerpräsident Volker Bouffier in Aussicht. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.