Naumburg, Breuna, Bad Emstal und Zierenberg verlieren

Wolfhagen und Habichtswald legen bei Einwohnerzahlen zu

Die Zuwächse bei den Einwohnerzahlen in Habichtswald und Wolfhagen lassen sich nicht nur durch neue Baugebiete erklären. Denn nicht alle, die wie hier im Wohngebiet an der Hasenbreite in Ehlen neu gebaut haben, sind von einer anderen Kommune nach Habichtswald umgezogen.
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Die Zuwächse bei den Einwohnerzahlen in Habichtswald und Wolfhagen lassen sich nicht nur durch neue Baugebiete erklären. Denn nicht alle, die wie hier im Wohngebiet an der Hasenbreite in Ehlen neu gebaut haben, sind von einer anderen Kommune nach Habichtswald umgezogen.

Trotz des demografischen Wandels wächst der Landkreis Kassel nun schon das zweite Jahr in Folge. Laut Statistischem Landesamt stieg die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr erneut leicht um 0,1 Prozent.

Wolfhager Land. So lebten am 31. Dezember 2020 237 007 Menschen im Kreis – 243 mehr als Ende Dezember 2019.Nicht ganz so erfreulich zeigt sich die Entwicklung beim Blick auf die Altkreise Hofgeismar und Wolfhagen. Während die Landkreiskommen im Speckgürtel von Kassel einen Einwohnerzuwachs von 517 Personen verzeichneten, ist die Bevölkerungszahl im Altkreis Hofgeismar um 239 Peronen gesunken. Im Altkreis Wolfhagen gab es immerhin ein Plus von insgesamt 19 Personen. Damit stieg die Bevölkerungszahl im Altkreis Wolfhagen von 39 181 Menschen im Jahr 2019 auf 39 200.

Gewinner-Kommunen sind Wolfhagen und Habichtswald. In Wolfhagen stieg die Einwohnerzahl 2020 in absoluten Zahlen um 52 Personen, in Habichtswald waren es 49. Nach Auskunft der betreffenden Kommunen hängt dies nicht nur mit der Ausweisung von neuen Baugebieten zusammen. Dennoch sind es Zuzüge, die laut Landrat Andreas Siebert den Zuwachs ausmachen müssen. „Die Geburten schaffen das nicht. 2020 verstarben im Landkreis Kassel 1285 mehr Menschen, als im gleichen Zeitraum Babys geboren wurden.“ Auch geflüchtete Menschen spielten bei den Veränderungen im Wolfhager Land kaum eine Rolle. Während sie bis 2017 die Bevölkerungszahlen nach oben trieben, stagniere ihre Zahl seit drei Jahren stabil bei rund 4500 Altkreisbewohnern. Sinkende Einwohnerzahlen gab es 2020 in Bad Emstal (-33), Zierenberg (-25), Naumburg (-23) und Breuna (-1).

Landkreisweit hatte Baunatal im Jahr 2020 mit 160 neuen Einwohnern den größten Zugewinn in absoluten Zahlen – prozentual lag der höchste Zuwachs mit 1,03 Prozent in Nieste. In absoluten Zahlen verlor 2020 Calden die meisten Einwohner. Hier sank die Einwohnerzahl um 69 auf 7499. Prozentual war der Einwohnerrückgang in Bad Karlshafen mit -1,57 Prozent (-57) am höchsten. (Bea Ricken)

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