Elektroschrott nicht in Hausmüll entsorgen: Händler nehmen Altgeräte an

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Haufenweise Elektroschrott: Die Händler in Wolfhagen nehmen die Altgeräte ihrer Kunden wie Computer und Mikrowellen kostenlos an.

Wolfhagen. Wer einen neuen Kühlschrank, einen Fernseher oder andere Elektrogeräte kauft, kann sein altes Gerät kostenlos beim Händler abgeben. Eine Gesetzesänderung, die jetzt in Kraft getreten ist, regelt, dass Händler die alten Geräte von ihren Kunden bei einem Neukauf annehmen und sich um die Entsorgung kümmern müssen.

Kleine Geräte müssen auch zurückgenommen werden, wenn kein neuer Elektroartikel gekauft wird. Allerdings betrifft diese Regelung nur Händler, die eine Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern haben. Die Elektrohändler im Wolfhager Land sind jedoch kleiner. Dennoch gehörte bei ihnen die Annahme der Altgeräte schon vor der Gesetzesänderung zum Service dazu.

„Von unseren Kunden nehmen wir die alten Geräte natürlich an“, sagt Werner Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von Elektro Gante in Niederelsungen. „Auch alte Leuchtmittel und Batterien entsorgen wir für unsere Kunden.“

Gleiches gilt auch bei Euronics Alheid. Der Händler mit der Filiale an der Bunsenstraße in Wolfhagen fällt zwar ebenfalls unter die Grenze von 400 Quadratmetern, nimmt aber von seinen Kunden, die alten Geräte an. Der Schrott kommt dann nach Hofgeismar, wie Inhaber Christoph Alheid mitteilt. Er rät dazu, zu überlegen, ob das Altgerät repariert werden kann: „Das spart den Aufwand bei der Entsorgung.“

Durch die neue Regelung soll vermieden werden, dass Altgeräte im Hausmüll landen. Ebenso ist das Ziel, die Umwelt zu schonen, da dadurch illegales Abladen von Elektroschrott in der Natur reduziert werden soll. Werner Schmidt von Elektro Gante begrüßt die neue Regelung: „Ich habe schon oft alte Elektrogeräte gesehen, die in der Natur abgeladen wurden. Im Escheberger Wald habe ich einmal mehrere Kühlschränke entdeckt. So etwas ärgert mich schon sehr.“ Mit der Gesetzesänderung setzt die Bundesregierung eine Richtlinie der Europäischen Union aus dem Jahr 2012 um. Neun Monate haben die Händler mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern jetzt Zeit, Rücknahmestellen einzurichten.

Von Tobias Lawatzki

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