Elke Oppermann kümmert sich als Fürsprecherin um Patienten

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Kümmert sich: Elke Oppermann hat ein offenes Ohr für Anliegen der Patienten im Wolfhager Krankenhaus.

Wolfhagen. Kalter Kaffee, fehlende Fliegengitter an Fenstern, unbequeme Kissen oder Probleme mit Ärzten und Schwestern: Elke Oppermann kümmert sich in der Kreisklinik Wolfhagen um die Anliegen der Patienten.

Seit fast zehn Jahren ist sie ehrenamtliche Fürsprecherin in dem Krankenhaus.

Jeden Mittwochvormittag sitzt Oppermann in ihrem kleinen Büro im zweiten Stock der Klinik am Ofenberg, um ihrem Ehrenamt nachzugehen. Viele Anrufe und Besuche von Patienten hat sie allerdings nicht, sagt sie. Die meisten Anregungen, Fragen, aber auch Lob und Kritik gibt es, wenn sie auf den Stationen unterwegs ist. Dort spricht sie nicht nur mit den Mitarbeitern, sondern auch mit Patienten, wenn diese ein Anliegen haben. Auch die Fragebögen, die jeder Bettlägrige ausfüllen kann, landen auf ihrem Schreibtisch.

Seit August 2006 ist sie Fürsprecherin und „bisher konnten wir eigentlich jedes Problem regeln“. Meistens, so sagt sie, gibt es aber keine Kritik, sondern Lob. „Besonders für das Essen und die Freundlichkeit der Mitarbeiter“, sagt die 70-Jährige.

Die Wege sind kurz für Oppermann: Jahrzehntelang hat sie selbst in der Verwaltung der Klinik gearbeitet. Sie kennt Mitarbeiter und Strukturen und weiß, an wen sie sich mit den Anliegen der Patienten wenden muss.

Als sie in die passive Altersteilzeit wechselte, wurde sie gefragt, ob sie das Ehrenamt der Patientenfürsprecherin übernehmen würde. „Diese Arbeit hat mich immer interessiert“, sagt sie. Patienten helfen und etwas bewegen zu können macht ihr Spaß. „Das möchte ich nicht missen.“ Auch eine persönliche Note hat sie ihrer Arbeit gegeben: Wer keine Angehörigen und Bekannten hat, den besucht sie gern, „um einfach mal 15 Minuten zuzuhören“. Sie ist unabhängig und nicht an Weisungen gebunden, aber dennoch arbeitet sie eng mit der Krankenhausleitung zusammen. „Dort hat man immer ein offenes Ohr für mich.“

Zu ihren Aufgaben gehört es auch, jedes Jahr einen Bericht über ihre Arbeit für den Kreistag und das Hessische Sozialministerium zu schreiben. Auch ein jährliches Treffen mit den anderen Patientenfürsprechern aus dem Landkreis gehört dazu.

Im Jahr 2016 läuft ihre zweite Amtszeit aus. Sie wurde bereits gefragt, ob sie weitermachen will. Und für sie steht jetzt schon fest: „Das will ich.“

Erreichbar für Patienten

Elke Oppermann bietet ihre Sprechstunde in der Wolfhager Klinik immer mittwochs von 9 bis 11 Uhr im Raum 240 an, Tel. 05692/40-444; bei Vitos in Bad Emstal ist Cornelia Lehmann Patientenfürsprecherin und steht mittwochs von 13 bis 16 Uhr zur Verfügung, für die Forensik jeden zweiten Mittwoch ab 13 Uhr; Tel. 05624/6010284. (ren)

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