Energie Waldeck-Frankenberg gibt in Ippinghausen Gas

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Ippinghausen. Der Wolfhager Stadtteil Ippinghausen wird noch in diesem Jahr an das Gasnetz angeschlossen.

Erster Kunde und Großabnehmer des Brennstoffs wird die Firma Kuntschar und Schlüter sein. „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht“, erklärte dazu Prokurist Ingo Schlüter. Denn: „Für uns ist das ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.“ Die Firma stellt gasbetriebene Blockheizkraftwerke her und benötigt beispielsweise für den Probebetrieb der Anlagen größere Mengen Gas. Kuntschar sieht aber nicht nur Vorteile für die eigene Firma: „Der gesamte Ort erfährt durch den Anschluss ans Gasnetz eine Aufwertung.“

Stefan Schaller

Das sieht auch Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake so. Er spricht von einer „Verbesserung der Infrastruktur“ in Ippinghausen. Die Gaskonzession habe man neu an die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) vergeben, die damit die Eon beerbe. Die Genehmigung für den Anschluss des Ortes an die überregionale Gasleitung liege vor, die EWF könne damit die Leitung nach Ippinghausen bauen.

„Die Mittel dafür sind genehmigt“, erklärte der Geschäftsführer der EWF, Stefan Schaller. In den Netzanschluss werde die EWF rund 470 000 Euro investieren. Zunächst werde man eine Leitung bis zum Ortsrand und der Firma Kuntschar und Schlüter bauen. „Dann wird man in den Ort reingehen und das Potenzial heben“, sagte Schaller, und auch an die Privathaushalte Gasanschlüsse verkaufen. Damit sich das Ganze auch tatsächlich rentiere, komme man ohne private Anschlüsse nicht aus.

Für die Ippinghäuser Hausbesitzer wird es am Donnerstag, 5. Februar, eine Bürgerinformation ab 19 Uhr im Haus des Gastes geben. Dort werde die EWF detailliert über das Projekt berichten und Fragen beantworten. Letztlich werde man mit den Interessenten dann zu einem späteren Termin in Einzelgesprächen alles Weitere klären. „Wo wir Ausbauschwerpunkte haben werden“, so der Mann von der EWF, „ergibt sich aus der Bürger-Info.“

Schaller betonte, dass man das Projekt „langfristig betrachten“ müsse. „Man muss den Kunden Zeit geben“, schließlich entscheide man sich meist dann für einen Neuanschluss, wenn die Heizungsanlage in die Jahre gekommen ist und ein Ersatz anstehe.

Ingo Schlüter

Während der Info-Veranstaltung werde man einen ersten Eindruck erhalten, wie groß das Interesse im Ort ist. „Im ersten Anlauf schon 30 Prozent der möglichen Haushalte zu erreichen, das wäre gewaltig“, sagte der EWF-Geschäftsführer.

Schaller nannte eine Besonderheit des Engagements in Ippinghausen: Die EWF arbeite mit den Stadtwerken Wolfhagen zusammen. „Normalerweise machen wir das Netz und bieten auch das Gas an.“ Im Wolfhager Stadtteil werde die Vermarktung des Brennstoffs von den Stadtwerken übernommen, Die EWF ist Vorlieferant. Vorteil laut Schaller für die Kunden: „Sie haben nur einen Ansprechpartner“ - für Gas und Strom.

Von Norbert Müller

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