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Engpass bei der Tafel in Wolfhagen

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Organisationsteam Wolfhager Tafel: Gertrud Schomburg (Dritte von links), Helga Keppler, Frauke Wiegand (Tafelkoordinatorin vom Diakonischen Werk, Region Kassel), Erich Schaumburg (rechts, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes).
Organisationsteam Wolfhager Tafel: Gertrud Schomburg (Dritte von links), Helga Keppler, Frauke Wiegand (Tafelkoordinatorin vom Diakonischen Werk, Region Kassel), Erich Schaumburg (rechts, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes). © Heike Bechtel

Die Landwirte im Wolfhager Land wollen ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und unterstützen die Tafel in Wolfhagen mit Nahrungsmitteln

Wolfhagen – „Wir als Landwirte wollen unseren Beitrag zur Versorgungssicherheit vor Ort wie hier bei den Tafeln und in der Welt leisten. Das ist eine Herzensangelegenheit und wir werden in Deutschland von der Politik ausgebremst,“ beklagt Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes.

Deutschland bleibe entgegen der Empfehlung der EU und entgegen der Entscheidung europäischer Nachbarn dabei, die vorgesehenen zusätzlichen Stilllegungen von landwirtschaftlichen Flächen umzusetzen.

„Das empfinden Landwirte gegenüber Bedürftigen hierzulande, aber vor allem gegenüber Hungernden in der Welt, als schäbig,“ so Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes.

Mit regionaler Wirtschaft kann die Versorgungssicherheit mit Grundlebensmitteln weiter gelingen

150 Kilo Mehl (75 Kilo Roggen, 75 Kilo Weizen), 20 Kilo Dinkelmehl, 30 Flaschen Rapsöl, 158 Packungen Eier und 40 Packungen Nudeln wurden von Landwirten im Kreis Kassel in einer Aktion an die Wolfhager Tafel übergeben. Die Landwirte wollen darauf aufmerksam machen, dass mit regionaler Landwirtschaft die Versorgungssicherheit mit Grundlebensmitteln weiter gelingen kann.

Helga Kepper vom Organisationsteam der Wolfhager Tafel ist dankbar für die Spenden: „Wir brauchen die Lebensmittellieferungen, denn es wird immer schwieriger den Bedarf an Lebensmitteln zu decken, da große Lebensmittelketten als Spender die zur Verfügung gestellten Mengen immer enger kalkulieren.“

Sie weist deshalb darauf hin, dass die Tafel trotz der Spende des Bauernverbandes weiterhin auf Zuwendungen von Privatpersonen angewiesen bleibt. Darüber hinaus hat der Krieg in der Ukraine immer größere Auswirkungen auf die Tafeln, denn unter den Bedürftigen seien inzwischen auch viele Geflüchtete aus der Ukraine.

Mit dem Angebot der Tafel werden 160 Haushalte mit 290 Erwachsenen und 170 Kindern erreicht

Die Wolfhager Tafel ist in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Region Kassel. Rund 70 Ehrenamtliche engagieren sich bei der Tafel Wolfhagen. Mit diesem Angebot werden 160 Haushalte mit 290 Erwachsenen und 170 Kindern erreicht.

Die Zahl derer, die auf die Tafeln angewiesen sind, steigt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung. Gleichzeitig beklagen die Tafeln einen Rückgang der Lieferungen und Spenden um über 25 Prozent. (Heike Bechtel)

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