Regale sollen sich in diesen Tagen wieder füllen

Engpass durch Hamsterkäufe in Supermärkten

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Auch die Obstregale waren ausgedünnt.

Hamsterkäufe sorgten in den vergangenen Tagen für leere Regale in Supermärkten. Die Situation soll sich aber laut Einzelhandelsverband in Kürze wieder entspannen. 

Wolfhager Land –Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, Konserven und Toilettenpapier: Seit ein paar Tagen gibt es in den Supermärkten im Altkreis Wolfhagen leere Regale. Die Sorge, wegen des Coronavirus unter Quarantäne zu stehen und nicht mehr das Haus verlassen zu dürfen, hat bei vielen für Aktionismus gesorgt. Die Folge: Hamsterkäufe in der ganzen Region. Allerdings ist im Landkreis Kassel bisher noch kein Mensch am Corona-Virus erkrankt, wie Kreissprecher Harald Kühlborn berichtet.

Bei Aldi, Lidl und den Drogeriemärkten nahm das Einkaufsverhalten in den vergangenen Tagen stark zu. Insbesondere seien haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel gekauft worden. Im Wolfhager Land sind diese Waren in einigen Märkten ausverkauft.

Auch Lebensmittel konnten bei vielen Läden am Montag noch nicht geliefert werden. „Wir hoffen, dass wir am Dienstag auffüllen können“, sagt Günter Hauck, Filialleiter des Tegut-Marktes. Je nachdem wie sich die Lage entwickele, könne er jedoch keine Garantie für die Lieferbarkeit bestimmter Waren geben. Betroffen sei auch der Getränkemarkt, in dem Wasser nachgefragt werde wie im Hitze-Sommer. Im Tegut achtet man darauf, dass Waren nur in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden.

Martin Schüller, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Hessen-Nord, sagte: „Die meisten Kunden haben wohl weniger Angst vor dem Virus, sondern davor, dass Städte abgeriegelt werden könnten – wie in Italien.“

Seine Rückmeldung aus dem Lebensmittelbereich sei bisher, dass die Lieferketten durch das Coronavirus nicht beeinflusst seien, da es kaum Waren aus China in den Sortimenten gebe. Auch die Produkte, die man normalerweise aus Norditalien beziehe, könne man anderweitig ausgleichen. Er rechnet damit, dass die Regale in dern nächsten Tagen wieder aufgefüllt werden. "Wir haben keine Warenverknappung. Wenn es etwas dauert, sind das nur logistische probleme."

Den Betrieben ist vom Verband empfohlen worden, für die Mitarbeiter Desinfektionsmittel bereitzustellen. Ebenso soll an den Kassen zu den Kunden ein größerer Abstand gehalten werden.

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