Flüchtlinge der Pommernanlage entfachten offenes Feuer und grillten Maiskolben

Erhöhte Waldbrandgefahr: Schon ein kleiner Funke genügt

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Gefahrenquelle: Bundesförster Uwe Nord zeigt eine Feuerstelle im Gasterfelder Holz, die von Flüchtlingen benutzt wird. Derzeit besteht erhöhte Waldbrandgefahr. 

Wolfhagen. Die Waldbrandgefahr ist nach der langen Trockenheit im Wolfhager Land besonders hoch. „Da genügt schon ein kleiner Funke und der Wald brennt lichterloh“, sagte Bundesförster Uwe Nord.

Mit Sorge verfolgt er das Geschehen im Gasterfelder Holz. Dort richten sich offenbar Flüchtlinge Feuerstellen ein und grillen Maiskolben, die sie sich zuvor vom benachbarten Feld geholt haben. Der Deutsche Wetterdienst hat die Waldbrandgefahr bei Stufe 3 von 5 ausgerufen.

Die Besonderheit: Weil kurz vor Kriegsende die ehemalige Munitionsanstalt im Gasterfelder Holz unkontrolliert gesprengt wurde, könnte sich in dem 260 Hektar großen Bundesforst noch scharfe Munition befinden. Waldwege dürfen also nicht verlasen werden. Hinweisschilder machen darauf aufmerksam.

Die Warnung von Uwe Nord, kein Feuer im Wald zu entzünden, verpufft anscheinend. Uwe Nord war sogar in der Flüchtlingsunterkunft und hat darauf hingewisen. Jedoch bisher ohne Erfolg.

Erst am Mittwoch machte ihn ein Spaziergänger auf ein Feuer nahe des Gasterfelder Holzes aufmerksam. Als Uwe Nord dort ankam, liefen die Menschen, die dort am Feuer standen, gleich weg. Uwe Nord löschte die Flammen, um Schlimmeres zu verhindern.

Der Wolfhager Stadtbrandinspektor Frank Brunst erkärte auf Nachfrage, dass die Feuerwehr bei der Alarmierung „Waldbrand“ mit entsprechend mehr Ausrüstung ausrücke. Einen extra Einsatzplan für das Gasterfelder Holz gebe es aber nicht.

10 000 Liter Löschwasser würden direkt mitgebracht, zudem gebe es Zisternen im Gasterfelder Holz und nach dem ersten Eindruck könnte direkt die Baunataler Feuerwehr und die Kasseler Berufsfeuerwehr nachalarmiert werden.

Das sagt die Kreisverwaltung: 

Statt allgemeiner Hinweise direkte Ansprache Das Thema offenes Feuer am Waldrand ist der Kreisverwaltung bekannt, wie Kreissprecher Harald Kühlborn auf Anfrage erklärte. Durch die Betreuungsdichte in der Flüchtlingsunterkunft würden solche Informationen auch direkt weitergegeben. Von allgemeinen Hinweisen auf Zetteln halte er aber nicht viel. „Wir sprechen die entsprechenden Personen direkt an“, sagte Kühlborn. Und er ist sicher, dass sich die Betroffenen „nichts dabei gedacht“ haben. Jedenfalls hätten sie sicher nicht in der Absicht gehandelt, den Wald zu gefährden. Jetzt werde überlegt, innerhalb der Unterkunft an einem geeigneten Ort einen Grillplatz einzurichten. Dazu müssten aber noch viele Fragen geklärt werden. Zum Beispiel auch, wo es brandschutztechnisch überhaupt möglich sei, das umzusetzen.

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