Es bleibt bei Präsenzunterricht

Schulen im Wolfhager Land starten am Montag nach bekannten Regeln

Die Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg nutzt das ehemalige Schwimmbad als Lernort.
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Unterricht im ehemaligen Schwimmbad an der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg: Durch den Erweiterungsbau an der Schule und die Auslagerung der Sekundarstufe ist die räumliche Situation an der Schule während der Corona-Pandemie entzerrt.

Die Schulen starten am Montag wieder in den Schulbetrieb – genau so wie sie sich im Dezember in die Weihnachtsferien verabschiedet haben.

Wolfhager Land - Zu den Corona-Schutzmaßnahmen gehört nach wie vor, dass sich die rund 55 000 Schülerinnen und Schüler in Stadt und Landkreis Kassel drei Mal wöchentlich vor Schulbeginn auf Corona testen. Die Masken müssen in der Schule weiterhin auch am Platz getragen werden. Oberste Priorität der jüngsten Kultusministerkonferenz war es, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Wir fragten in den Schulen im Wolfhager Land nach, wie sie den Start geplant haben.

„Es gibt vom Schulamt derzeit noch keine neuen Regelungen, wir starten, wie wir aufgehört haben, das heißt, mit Maskenpflicht und dreimaligen Tests in der Woche. Allerdings bitten wir auch geimpfte Kollegen und Schüler, sich am Montag einem Test zu unterziehen, da die Omikron-Variante auf dem Vormarsch ist und es trotz Impfung auch an anderen Schulen einzelne Coronaerkrankungen gab. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir auch weiterhin möglichst wenige Quarantänefälle an der Schule haben“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Heidi Völkerding von der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal. Der Unterricht finde nach wie vor in Präsenz statt, denn das gemeinsame Lernen sei für Schüler und Kollegen immer noch die favorisierte Form des Lernens.

An der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg läuft alles nach den bisher „sehr guten Möglichkeiten nach dem schuleigenen Hygienekonzept weiter“, wie Schulleiter Lars Grenzeman erklärte. Die Einbahnstraßenregelung im Schulgebäude, Ampelsignale im Sanitärbereich und Aerosol-Beauftragte seien da nur einige Beispiele, die ganz prima funktionierten. Zudem sei die Sekundarstufe durch den Erweiterungsbau in das ehemalige Schwimmbad ausgelagert und so entzerre sich die ganze Situation im Schulgebäude.

Auch die Informationskette in der Schule funktioniere bestens. „Eltern und Erziehungsberechtigte werden sofort informiert, und wir ziehen alle an einem Strang“, so Grenzemann. Dabei würden von der Schule insbesondere auch Ängste sehr ernst genommen. „Nur durch Grundvertrauen und Fingerspitzengefühl schaffen wir eine Zufriedenheit“, ist Grenzemann sicher. Ängste wahrnehmen und behutsam reagieren – sei die Devise. An der Elisabeth-Selbert-Schule werde nach wie vor bei Corona-Verdachtsfällen frühzeitig isoliert.

Wie die anderen Schulen, so startet auch die Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen in gleicher Weise. „Drei Mal testen pro Woche und Maske tragen“, sagte Schulleiter Ludger Brinkmann. Dazu gehörten auch die bekannten AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske). Bei den stark steigenden Infektionszahlen habe er sich durchaus auch eine Verlängerung der Ferien oder zunächst Homeschooling vorstellen können. Diese Entscheidung sei jedoch nicht von seiner Haltung abhängig, so der Schulleiter. Vom Kultusministerium habe es bisher keine neuen Anhaltspunkte gegeben, es gelten die Regeln wie vor den Ferien. Das ganze Infektionsgeschehen sei mittlerweile sehr unübersichtlich.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz sagt: „Für einen sicheren Präsenzunterricht trotz Omikron-Variante sollten jetzt alle an einem Strang ziehen: Länder und Kommunen müssen – unter der Voraussetzung hinreichender Impfstoff-Lieferungen durch den Bund – weitere Impfangebote schaffen und Eltern sich und ihre impfberechtigten Kinder gemäß Empfehlung impfen oder boostern lassen.“

Und weiter: „Außerdem brauchen wir vom RKI und der Bund-Länder-Runde in dieser Woche eine Entscheidung zur Reduzierung der Quarantänezeiten. Denn die Schulen zählen mit bundesweit elf Millionen Schülerinnen und Schülern sowie 800 000 Lehrkräften für mich zur kritischen Infrastruktur, die jetzt besonders geschützt werden muss.“ (Monika Wüllner)

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