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Etat der Stadt Wolfhagen enthält nur noch verpflichtende Leistungen

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Von: Bea Ricken

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Der Stadtwald Wolfhagen: Ein Waldbegang in traditioneller Form wird hier nicht mehr stattfinden.
Der Stadtwald Wolfhagen: Ein Waldbegang in traditioneller Form wird hier nicht mehr stattfinden. © Thon, Antje

Sportförderung soll gestrichen werden. Auch Waldbegang betroffen.

Wolfhagen – Mindestens noch ein Jahr wird es in Wolfhagen bei der vorläufigen Haushaltsführung bleiben. Das erklärt Erster Stadtrat Karl-Heinz Löber. In der jüngsten Stadtverordnetensitzung stellte er in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters den überarbeiteten Etat für das Jahr 2022 vor. Dieser wird jetzt in den Ausschüssen beraten und danach der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vorgelegt.

Nachdem Anfang des Jahres die Revision beim Landkreis Kassel alle Jahresabschlüsse für die Jahre 2014 bis 2020 als nicht prüffähig bewertet hatte, musste die Stadt eine neue Haushaltsvorlage erstellen, bei der freiwillige Ausgaben gestrichen werden sollten. Denn Geldausgeben ist aufgrund der Auflagen nur noch auf Dinge beschränkt, zu denen die Stadt gesetzlich und vertraglich verpflichtet ist. Das Letzteres doch mehr ist als erwartet, erklärte Löber im Parlament.

Lediglich rund 30 000 Euro seien einzusparen gewesen. So wäre zum Beispiel die Sportlerehrung gestrichen worden, die Sommerbepflanzung in der Stadt, der Waldbegang in seiner üblichen Form und die Sportförderung. Das Kulturzelt sei dagegen durch vertragliche Pflichten nicht daruntergefallen. Für den Viehmarkt galt als Traditionsveranstaltung eine Ausnahme.

Der Haushalt für 2022 schließt jetzt in der neuen Vorlage mit einem Minus in Höhe von 540 000 Euro ab. Der erste Entwurf zum Jahresanfang hatte bei einem Plus von 14 000 Euro gelegen.

Hintergrund: Bevor die Revision eingegriffen hatte, war im ersten Haushaltsentwurf aus dem Januar eine Anhebung der Grundsteuer eingepreist gewesen. Zu der Erhöhung kam es dann nicht mehr, da der Haushalt nicht beschlossen wurde.

„Außerdem hat uns die Krise eingeholt“, so Löber. Deutliche Kostensteigerungen zum Beispiel bei Energie oder Baumaßnahmen hätten für ein weiteres Minus von rund 240 000 Euro gesorgt. So werde etwa der Betrieb der Kläranlage zu eine, deutlichen Minus führen. (Bea Ricken)

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