Ärger wegen Regen: Zuschauer greifen Waldbühnen-Akteure auf Facebook an

Schlagabtausch: Nach einer regnerischen Aufführung auf der Waldbühne Niederelsungen gab es Diskussionen im sozialen Netzwerk Facebook. Im Bild kämpfen Thomas Flenke (links) und Philipp Henkelmann. Foto: privat

Für die Robin-Hood-Vorstellung am Sonntag waren im Vorhinein 965 Karten verkauft worden. Das Problem: Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Warnung vor Starkregen herausgegeben.

Letztlich waren deshalb etwa 165 Gäste weniger angereist. Zwischenzeitlich war die Unwetterwarnung aufgehoben worden, sodass die Vorstellung um 19 Uhr, statt wie geplant um 18.30 Uhr begann.

Über die angeblich ins Wasser gefallene Veranstaltung diskutierten kurze Zeit später einige Nutzer auf der Facebook-Seite der Waldbühne. Ein Nutzer beschwerte sich darüber, dass von Seiten der Veranstalter zu spät informiert worden sei und er sein Kind nicht dem Wetter aussetzen wolle, weil er fürchte, es könnte krank werden. Der Mann spielte in einem Kommentar damit, sein Eintrittsgeld zurückzuverlangen.

„Uns hat geärgert, dass bei Facebook so Stimmung gemacht wurde“, sagt Werner Schmidt, Pressesprecher der Waldbühne. „Wir haben vorher extra auf unserer Homepage und bei Facebook darauf hingewiesen, dass wir spielen. Und natürlich wird auch gespielt, wenn es kein anderes offizielles Statement gibt. Wir schreien ja nicht vor jedem Auftritt ‘Hurra, wir spielen’.“ Natürlich müsse man sich als Besucher einer Freiluftbühne auf das Wetter einstellen. Wenn der Regen aber einen Auftritt unmöglich gemacht hätte, dann wäre um 17 Uhr ein offizielles Statement per Radio und Internet veröffentlicht worden, sagt Schmidt.

Keine Erstattung des Preises 

Auf die Erstattung des Eintrittspreises kann der kritische Facebook-Kommentator indes nicht hoffen. „Wenn die Veranstaltung stattfindet und man einen Sitzplatz blockiert, egal, ob man kommt oder nicht, dann muss man die Karte auch bezahlen“, erklärt Schmidt.

Kritik hatte es bei Facebook auch für eine schwierige Erreichbarkeit der Veranstalter gegeben, die Schmidt ebenfalls nicht nachvollziehen kann. Man habe zwei Telefonleitungen geschaltet, unter der Besucher Informationen erhalten konnten. Bei bis zu 1300 Besuchern pro Vorstellung sei ein Anruf eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung Glückssache. „Versuchen Sie mal bei einem Fußballspiel von Borussia Dortmund jemanden kurz vor Spielbeginn zu erreichen. Die haben 50.000 Gäste. Über Anrufe lachen die sich tot“.

Schmidt und seine Mitarbeiter nehmen die Diskussion bei Facebook aber insgesamt gelassen. „Fast alle unserer Besucher waren glücklich und wir haben trotz Regen viel positives Feedback bekommen.“

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