Zuverdienst trotz Kindergeld erlaubt

Ferienjobs: Nur leichte und geeignete Arbeit erlaubt

Wolfhager Land. Mit dem Beginn der Sommerferien startet für viele Jugendliche die Zeit der Ferienjobs. Doch nicht jede Arbeit dürfen die jungen Menschen übernehmen, sagt Silke Sennhenn, Sprecherin der Agentur für Arbeit in Kassel.

Nicht nur das Taschengeld lässt sich durch Jobben in den Ferien aufbessern. Die jungen Leute können auch „erste Eindrücke von der Arbeitswelt und praktische Berufserfahrung“ sammeln, sagt Sennhenn. Frühzeitig sollten sich Schüler um einen Ferienjob kümmern, denn viele Stellen sind begehrt und bereits früh vergeben.

Zu beachten gibt es aber mehrere gesetzliche Vorgaben. So dürfen Kinder unter 13 Jahren beispielsweise gar nicht arbeiten, da Kinderarbeit verboten ist. „Leichter und geeigneter“ Arbeit dürfen Mädchen und Jungen zwischen 13 und 18 Jahren nachgehen. Dabei dürfen 13- und 14-Jährige bis zu zwei Stunden pro Tag kleinere Arbeiten ausführen wie Zeitungen austragen oder Nachhilfe geben. Die Eltern müssen allerdings ihre Zustimmung geben und die Gesundheit der Kinder darf durch die Arbeiten nicht gefährdet werden, sagt Silke Sennhenn.

Bis zu acht Stunden am Tag dürfen 15- bis 17-Jährige arbeiten gehen, allerdings an höchstens 20 Arbeitstagen im Jahr. Verboten sind für sie Akkord-, Wochenend- oder Nachtarbeit. Völljährige dürfen in den Ferien bis zu 50 Tage im Jahr arbeiten oder zwei Monate am Stück. Sollte es mehr sein, gilt die Arbeit nicht mehr als Ferienjob.

Erhalten Eltern Kindergeld, dürfen sich Tochter oder Sohn dennoch etwas hinzu verdienen, sofern noch keine Erstausbildung absolviert wurde. Der Anspruch auf Elterngeld bleibt bestehen. Schüler unter 25 Jahren, deren Eltern Hartz IV bekommen, dürfen pro Jahr 1200 Euro verdienen, ohne dass dies angerechnet wird. Sie dürfen maximal vier Wochen arbeiten.

Rubriklistenbild: © dpa

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