Erweiterungsbau

Feuerwehr bekommt mehr Platz: Desaströse Zustände in Oberelsungen haben bald ein Ende

Der Plan steht, jetzt wird gebaut: (von links) der Oberelsunger Wehrführer Mike Guthard, Bauamtsleiter Christian Fischer, Bianca Mösta vom gleichnamigen Bauunternehmen, Stadtbrandinspektor Matthias Brandau, Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn und Ortsvorsteher Rüdiger Umbach.
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Der Plan steht, jetzt wird gebaut: (von links) der Oberelsunger Wehrführer Mike Guthard, Bauamtsleiter Christian Fischer, Bianca Mösta vom gleichnamigen Bauunternehmen, Stadtbrandinspektor Matthias Brandau, Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn und Ortsvorsteher Rüdiger Umbach.

Die unzumutbaren Zustände im Feuerwehrhaus Oberelsungen haben bald ein Ende. Ab sofort laufen die Ausschreibungen für einen Erweiterungsbau.

Oberelsungen - Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn rechnet zum Jahresbeginn 2021 mit dem Baustart. 1,4 Millionen Euro werden Um- und Anbau kosten. Das Land Hessen fördert das Projekt mit 82 950 Euro. Die Höhe der Förderung des Landkreises Kassel stehe noch nicht fest. Derzeit wird eine weitere Zufahrt zum Feuerwehrhaus gebaut. Das schreibt die Unfallkasse Hessen auch so vor. Begegnungsverkehr zwischen ausrückenden Einsatzfahrzeugen im Ernstfall und einfahrenden Feuerwehrkräften soll es nämlich nicht geben, wie Zierenbergs Stadtbrandinspektor Matthias Brandau erklärte. Mit der neuen Zufahrt wäre also auch dieses Problem aus der Welt.

Über den Baustart freut sich der Oberelsunger Ortsvorsteher Rüdiger Umbach. „Das ist für Oberelsungen ein schöner Jahresabschluss. Wir haben jetzt schnelles Internet, einen neuen Lebensmittelmarkt und der Anbau des Feuerwehrhauses wird auf den Weg gebracht. Das Corona-Jahr schließt also für Oberelsungen positiv ab“, sagte Umbach. Aktuell hat die Feuerwehr in Oberelsungen 41 männliche und neun weibliche Einsatzkräfte. In der Jugendfeuerwehr sind zehn weibliche und neun männliche Mitglieder, die Alters- und Ehrenabteilung hat 28 Mitglieder. Zum Fuhrpark gehören ein Mannschaftstransportwagen, ein Löschgruppenfahrzeug 10 (gemäß der Baurichtlinie Katastrophenschutz Hessen), ein Hilfeleistungstanklöschfahrzeug mit maschineller Zugeinrichtung und ein Klein-Lkw.

Erbaut wurde das Feuerwehrhaus im Jahr 1981. Die Pläne für eine Erweiterung werden seit dem Jahr 2003 verfolgt. Nun soll die Jugendfeuerwehr endlich einen eigenen Raum bekommen. Aktuell teilen sich die Jugendlichen den Raum mit Einsatzkräften, die dort ihre Bekleidung untergebracht haben und sich auch dort umziehen müssen. In einem weiteren Umkleideraum müssen sich jeweils zwei Feuerwehrkräfte einen Spind teilen. Die Helme mussten deshalb sogar separat gelagert werden, weil sie in der Doppelbelegung gar nicht mehr in den schmalen Schrank passten. Durch Corona musste das alles noch weiter entzerrt werden – was die Umstände zusätzlich erschwert.

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