Ringe für sieben Jungstörche

Feuerwehr hilft bei Beringung der Störche bei Wenigenhasungen – Tiere entwickeln sich gut

Alle vier sind fit, auch wenn eins der Tiere nach wie vor etwas kleiner als die anderen ist.
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Alle vier sind fit, auch wenn eins der Tiere nach wie vor etwas kleiner als die anderen ist.

Sieben Jungstörche wurden bei Wenigenhasungen beringt.

Wolfhagen/Habichtswald – Vor Kurzem sah es nicht gut aus für einen der kleinen Störche im Horst am Glockenborn: Die Eltern Hänsel und Gretel kommen bei vier Jungtieren kaum mit der Futterbeschaffung hinterher. Einer der Jungstörche war sehr schwach und klein. Inzwischen hat sich der Betreuer der Naturschutzgebiete, Stephan Schmidt, beim Beringen der Tiere davon überzeugt, dass der Kleine über den Berg ist.

„Alle sind fit. Vier Jungstörche sind schon ein gutes Brutergebnis. Das hatten wir erst einmal im Jahr 2019“, so Schmidt.

Für das Beringen der Störche im Glockenborn (Foto) und bei Wenigenhasungen gab es Hilfe von der Wolfhager Feuerwehr.

Fit sind auch die drei Storchenkinder im Horst bei Wenigenhasungen. Alle sieben wurden jetzt beringt. Dafür gab es Hilfe von der Wolfhager Feuerwehr, die mit einer großen Leiter den Aufstieg zu den Horsten ermöglichte.

Im Jahr 2014 hatten die ersten Störche im Glockenborn gebrütet. Damals waren die Jungtiere aufgrund der schlechten Witterung gestorben. Im darauffolgenden Jahr passierte gar nichts am Horst.

Stephan Schmidt: Betreuer der Naturschutzgebiete

Im Jahr 2016 gab es dann die kleine Sensation: Erstmals wuchsen in der Region zwei Störche auf. Seitdem brüten Hänsel und Gretel, wie unsere Leser sie genannt haben, bereits im sechsten Jahr.

In Wenigenhasungen ist der Horst erst seit 2018 regelmäßig von einem Storchenpaar besetzt. Ihr Start vor drei Jahren war nicht einfach: Die Storchenpaare hatten im Dürrejahr 2018 erhebliche Probleme, ihre Jungen durchzubringen. Es herrschte großer Futtermangel. Weil sich immer mehr Störche um die vorhandenen Horste streiten, wurden weitere Nistmöglichkeiten in der Wolfhager Vorstadt und auf einer Privatfläche an der Kalkhofsmühle aufgestellt. Bei beiden Horsten herrschte im Frühling zwar reger Betrieb, zu einer Brut kam es allerdings nicht. Stephan Schmidt rechnet jedoch damit, dass es auch dort im nächsten Jahr Nachwuchs gibt.

Eine weitere Nistmöglichkeit wird derzeit in Habichtswald vorbereitet, wie Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer berichtet. Die Gemeinde hat von den Stadtwerken Wolfhagen einen ausgedienten Strommasten erhalten. Eine Kindergruppe bereitet das Nest vor. In diesem Jahr soll der Horst in der Nähe des Habichtssteins bei Dörnberg aufgestellt werden. „Wir hoffen, dass im nächsten Jahr die ersten Störche dort brüten“, so Faßhauer. Man wolle damit einen Beitrag zum Artenschutz leisten. (Bea Ricken)

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