Neue Technik ruft zum Einsatz

Wehren im Altkreis zählen zu Ersten, die digitale Alarmierung nutzen

Wolfhager Land. Die Feuerwehren in Wolfhagen, Habichtswald und Breuna werden seit Kurzem über digitale Meldeempfänger zu Einsätzen gerufen.

Gemeinsam mit Fuldatal zählen sie zu den ersten vier Wehren im Kreis Kassel, die mit der modernen Technik arbeiten.

Die Wehren Bad Emstals und Naumburgs werden demnächst umsteigen und die analoge Technik einmotten. Wie Naumburgs Stadtbrandinspektor Thomas Heger sagte, seien 140 Meldeempfänger vor Ort und ihre Programmierung fast abgeschlossen. Er hofft, sie Ende August in Betrieb zu nehmen. In Bad Emstal könnte es Herbst werden, ehe die Pager genutzt werden, sagt Brandinspektor Andreas Kuntze. Die Bestellung von 100 Geräten werde in diesen Tagen rausgehen. Die Gemeinde Bad Emstal investiert etwa 50 000 Euro in die Technik, wobei sich das Land an den Anschaffungskosten beteiligt.

Zierenbergs Stadtbrandinspektor Matthias Brandau wünscht sich eine hundertprozentige Abdeckung seiner Leute mit digitalen Empfängern. Spätestens im September sollen zunächst 104 Geräte bestellt werden. Die fehlenden knapp 60 Empfänger sollen später geordert werden.

Die Wehren in Habichtswald, Breuna und Wolfhagen haben indes eine erste positive Bilanz ziehen können: So lobt Habichtswalds Gemeindebrandinspektor Pascal Kumpies die leichtere Organisation von Einsätzen. Innerhalb von einer Minute nach Alarmierung hätten die Führungskräfte einen verlässlichen Überblick über die Zahl der Helfer. Denn nach eingegangenem Signal gibt jeder Inhaber eines Empfängers eine Rückmeldung – die leuchtet bei der Einsatzleitung auf: grün für „Komme“, rot für „Komme nicht“. Zufrieden ist auch Wolfhagens Brandinspektor Frank Brunst. Daran, dass die Alarmierung nun nicht mehr über einen Sprecher, sondern über Textnachrichten erfolgt, werde man sich gewöhnen.

Zusage per Knopfdruck

Anders als die analogen Empfänger – die sind mitunter 25 Jahre alt – zeigen die digitalen Melder auf einem Display Textnachrichten. Verbunden mit der digitalen Alarmierung ist eine räumlich größere Erreichbarkeit der Einsatzkräfte. Die Akku-Laufzeit der Geräte beträgt etwa zwei Tage, die Einsatzkräfte können sich akustisch oder per Vibration alarmieren lassen. Geht in der Rettungsleitstelle ein Notruf ein, schickt der Mitarbeiter dort Informationen über Ort, Einsatzgrund und Zeit des Vorfalls per Textnachricht auf die digitalen Geräte. Die Einsatzkräfte können dann per Knopfdruck angeben, ob sie für den Einsatz zur Verfügung stehen. Ein digitaler Meldeempfänger kostet etwa 500 Euro. Die Kosten dafür übernehmen die Kommunen. Einen finanziellen Zuschuss gibt es vom Land Hessen. (ant/che)

Rubriklistenbild: © Freiwillige Feuerwehr Fuldatal

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