Feuerwehren der Region unterstützen Flutopfer

Schon vor Start der Spendenaktion waren 5500 Euro zusammen

Radeln in die Nachbarkommunen: Mitglieder der Wolfhager Feuerwehr. Sie wollen möglichst viele Menschen zum Spenden für die Flutopfer ermuntern.
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Radeln in die Nachbarkommunen: Mitglieder der Wolfhager Feuerwehr. Sie wollen möglichst viele Menschen zum Spenden für die Flutopfer ermuntern.

Wolfhagens Brandschützer haben eine einzigartige Aktion gestartet, um möglichst viel Geld für die Opfer der Flut im Westen Deutschlands zu sammeln.

Wolfhagen - Noch bevor der Spendenaufruf der Feuerwehr so richtig an Fahrt aufgenommen hatte, waren die ersten 5500 Euro zusammen. Am Dienstagabend machten sich knapp 80 Brandschützer per Rad vom Wolfhager Marktplatz aus auf den Weg zu ihren Feuerwehrkollegen in den Nachbarkommunen, die die Aktion unterstützen. Ihr Ziel ist es, in den kommenden Wochen möglichst viel Geld für die Flutopfer zu sammeln. Der Spendenaufruf soll über die Feuerwehren in einer Art Schneeballsystem durch Nordhessen und ins Land getragen werden.

Der Wolfhager Feuerwehrmann Michael Langer hat die Aktion zusammen mit Stadtbrandinspektor Frank Brunst und den Stellvertretern Mathias Müller und Sebastian Swoboda initiiert. Wer das Geld am Ende bekommt, wird noch entschieden. Weil bei der Flut in Rheinland-Pfalz und NRW aber auch Feuerwehrmitglieder im Einsatz ums Leben kamen und dies eine große Betroffenheit ausgelöst habe, könne es gut sein, dass von der Spende Personen im Umfeld der Feuerwehr profitieren, sagt Brunst.

Das Echo auf die Aktion sei schon jetzt enorm. Bereits mehrere Tausend Euro seien zusammengekommen. Darüber hinaus hätten Menschen angekündigt, Beträge überweisen zu wollen. Die Fünfstelligkeit zu erreichen, dürfte aus Sicht von Frank Brunst kein Problem werden. In den ersten zwei Wochen nach der Katastrophe sei die Spendenbereitschaft am größten, daher soll die Aktion nun zügig übers Land rollen.

Am Dienstagabend steuerten mehrere Gruppen Volkmarsen, Breuna, Zierenberg, Dörnberg, Balhorn, Naumburg und Waldeck an. Die Feuerwehrkollegen in Balhorn reichten noch am selben Abend den Staffelstab, dabei handelt es sich um Faltblätter, die zu einer Rolle geformt sind und alle wichtigen Informationen enthalten, an die Feuerwehren in Niedenstein und Schauenburg weiter.

Aufgabe der Brandschützer ist es, die Bürger zum Spenden zu animieren. Doch in Wolfhagen gehen sie noch einen Schritt weiter. Jeder der Vereine in den Stadtteilen habe zugesagt, selbst einen Betrag überweisen zu wollen, kündigt Brunst an, der hofft, dass der Aufruf noch größere Kreise zieht. Und genau das deutet sich an. Feuerwehren in Hamburg, Augsburg, Hannover und Rostock teilen die Initiative bereits in den sozialen Netzwerken.

Dass sich Wolfhagens Feuerwehrfrauen und -männer für die Aktion aufs Fahrrad schwangen, hat zwei Gründe: Zum einen findet in der Hans-Staden-Stadt aktuell das Stadtradeln statt, wo es darum geht, möglichst viele Kilometer klimafreundlich zurückzulegen. Zum anderen erregen die Helfer auf den Rädern mehr Aufmerksamkeit als im Auto. Und genau das ist ja das Ziel.  

Spendenkonto des Fördervereins der Feuerwehr Wolfhagen, IBAN 14 5205 0353 0011 8479 48, Zweck Hochwasser

(Antje Thon)

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