Wolfhager Gremien empfehlen, Planungen zum neuen Zentrum zu beschließen

Feuerwehrstützpunkt: Baustart frühestens Mitte 2019

Wolfhagen. Frühestens im Sommer 2019 kann mit dem Bau eines neuen Feuerwehrstützpunktes in Wolfhagen begonnen werden. Das sagte jetzt Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) auf HNA-Anfrage.

Die Mitglieder zweier parlamentarischer Ausschüsse haben dieser Tage eine detaillierte Vorentwurfsplanung für den Neubau abgesegnet und den Stadtverordneten deren Beschluss empfohlen.

Gegenüber der Kläranlage soll der Stützpunkt errichtet werden, der mit 2860 Quadratmetern deutlich größer sein wird als das alte Gebäude mit einer Fläche von 1700 Quadratmetern. Die Kreisverwaltung möchte auf dem Grundstück zudem ein Katastrophenschutzlager für den gesamten Landkreis Kassel errichten. Ein weiteres neues Detail der Planung: Der Stützpunkt soll um 20 Meter in Richtung Nothfelden verschoben werden, um die wirtschaftliche Entwicklung eines benachbarten Betriebes zu ermöglichen, sagte Reinhard Schaake.

In der gemeinsamen Ausschusssitzung sei noch einmal betont worden, dass es für den Neubau des Stützpunktes keine Alternative gibt. Bei einer zunächst für fünf Millionen Euro anvisierten Ertüchtigung des alten Standortes ließen sich nicht alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Letztlich hatte das Parlament dieser Variante auch eine Absage erteilt. Schließlich, und auch das sei entscheidend, sagte Schaake, ließen die beengten Verhältnisse am jetzigen Standort keine Entwicklungsperspektive zu.

Das sieht Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek genauso. Für ihn ist der Neubau des Stützpunktes zukunftsweisend und das Dienstleistungszentrum, das in seiner Größenordnung einmalig ist im Kreis, ein Vorzeigeprojekt für andere Feuerwehren in der Region. Es übernimmt Serviceaufgaben für viele Wehren und sorge so für Entlastung der ehrenamtlich Aktiven.

Paket kostet 8,2 Millionen Euro

Die kalkulierten Kosten für den neuen Feuerwehrstützpunkt liegen bei 8,2 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein Landeszuschuss in Höhe von 1,06 Millionen Euro. Vom Landkreis Kassel werden etwa 400 000 Euro erhofft. Das Katastrophenschutzlager, das ebenfalls Bestandteil der Planungen ist, übernimmt der Kreis – kalkulierte Kosten hierfür: 350.000 Euro. Zudem regen die Planer an, einen Contractingvertrag mit den Stadtwerken Wolfhagen zu schließen. Hierbei würde der Versorger die Investitionskosten für die Strom- und Wärmeversorgung übernehmen und hätte den Vorteil, den Stützpunkt über einen längeren Zeitpunkt mit Energie zu beliefern.

Rubriklistenbild: © Norbert Müller

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