Traum vom wilden Winter

Elena Uther aus Istha will an der Fjällräven-Polar-Tour teilnehmen

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Ist am liebsten in Skandinavien unterwegs: Elena Uther, auf unserem Foto mit ihrem Alaskan Malamute Flemming. Im kommenden Jahr möchte sie zu einer Tour durch die verschneite schwedische Wildnis starten.

Mit dem Hundeschlitten durch die schneebedeckten Weiten Skandinaviens flitzen und abends über dem Zeltlager das Spiel des Polarlichts genießen – davon träumt Elena Uther aus Istha.

Es soll aber nicht bei dem Traum bleiben. Anfang April 2019 will die 28-Jährige an einer Tour teilnehmen, die in den Bergen Norwegens beginnt und dann über 300 Kilometer durch die verschneite schwedische Wildnis führt.

Zwar hat sie einen Schlittenhund zuhause, einen neun Jahre alten Alaskan Malamute namens Flemming, Erfahrungen als Musher, also als Schlittenhundeführer, aber nicht. Das sei aber auch nicht so wesentlich, die Tour wird begleitet von erfahrenen Führern. „Ich fand so etwas immer schon interessant, auch wegen meines Hundes“, sagt die gelernte Einzelhandelskauffrau, die ihre Urlaube vorzugsweise naturverbunden verbringt. Ihre erste wirklich anspruchsvolle Tour machte sie 2016. Da ist sie allein die schwedische Westküste abgeradelt, übernachtet wurde im Gelände im Zelt. Innerhalb von zwei Wochen, erzählt Elena Uther, habe sie gut 600 Kilometer absolviert. 

„Da hat mich das Reisefieber so richtig gepackt.“ Im vergangenen Jahr stand dann Island auf dem Urlaubsprogramm, gut 1400 Kilometer per Rad innerhalb von vier Wochen. Und in diesem Jahr war sie eineinhalb Wochen zu Fuß auf dem Kungsleden unterwegs, einem Fernwanderweg in der schwedischen Provinz Lappland. „Da ist man meist völlig abgeschnitten vom Mobilfunknetz, und man kann schon mal sieben Tage laufen, ohne einen Menschen zu treffen.“ Diese Touren seien nicht nur körperlich eine Herausforderung, sondern auch mental. 

„Diese Ruhe und Einsamkeit kann nicht jeder ab, erst recht nicht bei schlechtem Wetter. Aber mich fasziniert das.“ Kondition holt sie sich unter anderem bei sogenannten Mammutmärschen in Deutschland, innerhalb von 24 Stunden sind dabei 100 Kilometer zu schaffen. Die Schlittenfahrt durch das verschneite Schweden würde die bisherigen Unternehmungen aber zweifelsohne toppen.

Bis Elena Uther aber tatsächlich an den Start gehen kann, hat sie noch einige Hürden zu nehmen, denn an der Fjällräven Polar-Tour, die seit 1997 ausgerichtet wird, wollen alljährlich weitaus mehr Leute teilnehmen, als es Startplätze gibt. Im vergangenen Jahr bewarben sich für die 30 Plätze als Führer eines Hundeschlittens mehr als 4500 Abenteuerlustige aus aller Welt. Aus der Region Deutschland, Österreich und Schweiz werden es nur zwei schaffen. Und Elena Uther, hofft, einen der beiden Plätze zu ergattern.

Die eine Hälfte der Teilnehmer wird durch eine Jury ausgewählt, die andere Hälfte stellt sich einer Abstimmung im Internet. Hierfür wird die Istaherin wie ihre Konkurrenz mit einem persönlichen Profil und einer Videobewerbung online gehen. Vom 15. November bis 13. Dezember kann dann jeder im Netz für seinen Favoriten abstimmen.

Und wenn Elena Uther für die Region Deutschland, Österreich, Schweiz die meisten Stimmen ergattert, wird sich ihr Traum von der Schlittentour durch den skandinavischen Winter tatsächlich erfüllen.

https://polar.fjallraven.com

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