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Flanieren, stöbern und genießen in Wolfhagen

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Von: Sascha Hoffmann

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Stöbern in alten Schätzchen: Der Wolfhager Marktplatz verwandelte sich wieder einmal in einen überdimensionalen Second-Hand-Markt. Julia Reimer (links) und Besucherin Silke Daude-Kalff aus Edertal hatten riesigen Spaß.
Stöbern in alten Schätzchen: Der Wolfhager Marktplatz verwandelte sich wieder einmal in einen überdimensionalen Second-Hand-Markt. Julia Reimer (links) und Besucherin Silke Daude-Kalff aus Edertal hatten riesigen Spaß. © Hoffmann, Sascha

Hunderte Besucher beim Wolfhager Michaelismarkt am Sonntag.

Wolfhagen – Hunderte kamen gestern zum traditionellen Michaelismarkt in die Wolfhager Innenstadt, um am verkaufsoffenen Sonntag nicht nur gemütlich durch die Fachgeschäfte zu bummeln, sondern um beim Fest der Kaufleute auch allerhand zu erleben. Mike Gerhold und Kollegen pusteten ihren handgemachten Rock von Zottel’s Pub aus einmal quer durch die Innenstadt, die schon am frühen Nachmittag gut gefüllt war. An der ersten Live-Musik-Station einmal mit der frischgegrillten Bratwurst in der Hand ordentlich abgerockt, ging es zum musikalischen Dessert in Fuchsen’s Café, wo Lena Büchling und „2good2go“ die Sonne zumindest für kurze Zeit hinter den dicken, schwarzen Wolken hervorlockten.

Neben Live-Musik warteten an allen Ecken kulinarische Leckereien und jede Menge Überraschungen auf die kleinen und großen Besucher. Wer es liebt, in alten Sachen zu stöbern, kam am Marktplatz nicht vorbei. An vielen Ständen kamen Schnäppchenjäger auf ihre Kosten, denn es gab alles von Mode über Elektrogeräte bis hin zu ausgedientem Spielzeug, und das zu fairen Preisen.

Schickte seinen Rock einmal quer über den Michaelismarkt: Mike Gerhold.
Schickte seinen Rock einmal quer über den Michaelismarkt: Mike Gerhold. © Sascha Hoffmann

Beinahe unbemerkt blieb die Aktion „Heimat shoppen“ der IHK Kassel-Marburg, die in den Michaelismarkt eingebunden war. Bei der Aktionsreihe geht es darum, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen und ihre wichtige Rolle für eine lebendige und attraktive Stadt darzustellen. Vor Ort einkaufen statt im Netz bestellen, das bleibt auch trotz Aktionen wie „Heimat shoppen“ ein Wunschtraum.

Ernst Pötter von Sport + Freizeit Pelz etwa hat von einer Trendwende hin zum stationären Handel bislang noch nichts gespürt. Er findet es schade, dass es Aktionen wie das Heimat Shoppen überhaupt geben muss, aber „der Klick ist einfach zu leicht und die Auswahl im Web zu groß“. Pötter blickt mit Sorge gen Winter, nach Corona werde nun der Krieg mit all den daraus resultierenden Folgen zum Problem für viele Geschäftsleute vor Ort.

Andrea Mehl von Andy’s Wohnsinn ist da etwas gelassener: „Meine Kunden wollen bedient werden, wollen persönliche Ansprache, das habe ich schon während der Pandemie gesehen“, sagt Mehl. Gegen das Internet könne sie ohnehin nicht anstinken, das wolle und müsse sie auch nicht. „Das Persönliche gibt es im Internet nun mal nicht, aber bei mir“, sagt sie und freut sich, dass viele zu ihr kommen, ohne wirklich zu wissen, was sie eigentlich suchen. „Versuchen Sie mal, im Internet nach ,etwas Schönem’ zu stöbern“, sagt sie lachend. „Das funktioniert nicht.“ (Sascha Hoffmann)

Janina, Bernd und Anja Kornemann brachten ihr frisches Gemüse direkt vom Feld auf den Michaelismarkt.
Janina, Bernd und Anja Kornemann brachten ihr frisches Gemüse direkt vom Feld auf den Michaelismarkt. © Hoffmann, Sascha

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