Mehr als 1000 Vögel überqueren das Wolfhager Land in Richtung Süden

Kraniche flüchten vor der Kaltfront

Mehrere Kranichtrupps waren den ganzen Sonntag mit mehr als tausend Tieren über dem Wolfhager Land unterwegs.
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Mehrere Kranichtrupps waren den ganzen Sonntag mit mehr als tausend Tieren über dem Wolfhager Land unterwegs.

Sie sorgten für Aufsehen im Wolfhager Land: Mehr als tausend Kraniche überflogen mit ihren charakteristischen Trompetenrufen in den vergangene Tagen den Glockenborn bei Wolfhagen.

Wolfhager Land. „Es war ein starker Kranichzug im Gange, vermutlich sind sie vor der Kaltfront geflüchtet“, sagt Stephan Schmidt, der das Naturschutzgebiet betreut. Er geht davon aus, dass sich die Vögel von den Rastplätzen in Mecklenburg-Vorpommern nun doch in Richtung Spanien aufgemacht haben. Die folgenden Frostnächte scheinen ihrem Instinkt recht gegeben zu haben.

Die großen Rastplätze im Nordosten von Deutschland sind nach Auskunft des Naturschutzbundes (Nabu) inzwischen fast völlig verwaist. In der Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen seien Mitte November immerhin noch 28 800 Kraniche gesichtet worden. Seitdem habe es aber starke Flugbewegungen gegeben. Die meisten Kraniche wären nach Frankreich und Spanien gezogen, aber nicht alle. Solange es nicht zu kalt werde, würden immer noch einige Tausend in Deutschland verharren. Angesichts der milden Winter versuchten in den vergangenen Jahren immer mehr Zugvögel, in Deutschland zu überwintern.

Das wichtigste Überwinterungsgebiet der Kraniche liegt laut Nabu in der Extremadura im Westen Spaniens. Dort suchen die Vögel traditionell in den lichten mediterranen Eichenwäldern nach den Früchten der Stein- und Korkeichen.

Bisher hält sich laut Stephan Schmidt auch das Storchen-Weibchen noch in der Region auf, die im Sommer mit ihrem Partner in Wenigenhasungen Junge aufgezogen hatte. Sie werde immer wieder bei der Futtersuche beobachtet.(Bea Ricken)

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