Erste Schritte sollen zeitnah besprochen werden

Förderverein Kreisklinik will medizinische Versorgung für die Region sichern

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Daumen hoch für die Kreisklinik Wolfhagen: Unter den gleichberechtigten Vorsitzenden Dieter Schrader (von links), Klaudia Kälber und Wolfgang Hanske wollen sich engagierte Bürger im neu gegründeten Förderverein Kreisklinik Wolfhagen für den Erhalt und die Förderung des 96-Betten-Hauses stark machen.

Wolfhagen. Anderthalb Jahre kämpfen sie schon. Zunächst als Aktionsbündnis, seit Freitag nun offiziell als Förderverein Kreisklinik Wolfhagen (FKk).

Was für zahlreiche engagierte Bürger mit einem Protest gegen die Schließung der geburtshilflichen Station begann, soll jetzt im großen Rahmen fortgeführt werden und einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, sich aktiv für den Erhalt der Klinik als Notfallkrankenhaus im Altkreis einzusetzen.

Unter Federführung der einstimmig gewählten, gleichberechtigten Vorsitzenden Klaudia Kälber, Wolfgang Hanske und Dieter Schrader soll nun aktiv mitgeredet werden, wenn es um die Zukunft des zur Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) gehörenden 96-Betten-Hauses am Ofenberg geht.

Als positives Signal wertete Schrader den reibungslosen Gründungsverlauf: „Eine derartige Einstimmigkeit findet man in Wolfhagen nicht allzu häufig“, so der ehemalige Sozialarbeiter, der sich mit seinen Vorstandskollegen auf die kommenden Aufgaben freut und dabei auch von Medizinern aus der Klinik selbst wie auch aus deren Umfeld Unterstützung findet. Die Verzahnung von niedergelassenen Ärzten, Belegärzten und Krankenhausärzten im Beirat sei „überaus spannend“ für die Ziele des FKk, zu denen neben der Bestandssicherung der Kreisklinik als Akut- und Notfallstandort auch der Erhalt der Arbeitsplätze und somit die Gewährleistung einer umfassenden medizinischen Versorgung im Altkreis zählen.

Sorgt für die Unterstützung des neuen Fördervereins durch die Bürgermeister im Altkreis, Reinhard Schaake (rechts), hier mit Gründungsmitglied Heiko Weiershäuser.

Auf Unterstützung hoffe das Vorstandstrio auch aus der Politik, weshalb ihm wichtig gewesen sei, Mitglieder aller Fraktionen der Wolfhager Stadtverordnetenversammlung für den Beirat zu gewinnen und zudem die Bürgermeisterversammlung des Altkreises hinter sich zu wissen. Dessen könnte sich der FKk sicher sein, erklärte Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, der von der Versammlung zum Vertreter seiner Amtskollegen gewählt wurde. „Gemeinsam können wir viel erreichen, um unser Krankenhaus in eine gute Zukunft zu begleiten“, so der Rathauschef. Unter Schrader, Hanske und Kälber ebenfalls aktiv im FKk dabei: Denise Schwarz als Kassiererin, Heiko Weiershäuser als Schriftführer sowie Ellen Thiele und Helga Bernhardt als Kassenprüfer. Uwe Kälber will sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern, Klaus Steinbock (BWB), Annalena Habel (CDU), Dr. Axel Vetter (Grüne), Nadja Geiling (SPD) und Gerhard Schwarz (WL) als Beisitzer ihr Bestes geben.

In einer Vorstandssitzung sollen nun zeitnah erste Schritte festgelegt werden, so etwa Sondierungsgespräche mit politischen Gremien, der GNH aber auch den Beschäftigten der Klinik. „Wir müssen den Mitarbeitern zeigen, dass der Verein ganz klar zu ihnen steht“, sagt Schrader. Jeder solle wissen: „Wir wollen die Kreisklinik und ihre Mitarbeiter stärken.“

Von Sascha Hoffmann

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