Förderverein für Wolfhager Krankenhaus soll gegründet werden

Soll für Region unverzichtbar werden: die Kreisklinik Wolfhagen am Ofenberg. Foto: Ulbrich

Wolfhagen. Der Förderverein will das Image der Kreisklinik Wolfhagen weiter verbessern und stärken. Er soll Ende März gegründet werden. Auch das Thema Geburtshilfe wird dadurch wieder aktuell.

Gegenüber Politik und Wirtschaft müsse die Rolle der Klinik für die gesundheitliche Versorgung der Menschen deutlicher gemacht werden, sagt Dieter Schrader, der derzeit gemeinsam mit dem Isthaer Pfarrer Wolfgang Hanske die Vereinsgründung vorbereitet.

Die Position des 96-Betten-Hauses am Ofenberg müsse vor allem innerhalb der Gesundheit Nordhessen-Holding (GNH) gestärkt werden. „Wir brauchen Spezialisten wie den Chefarzt der Chirurgie, Dr. Hatim Kanaaneh“, sagt Schrader. Mit der von ihm praktizierten Schlüsselloch-Chirurgie habe der Mediziner innerhalb kurzer Zeit zum guten Ruf der Klinik beigetragen. Innerhalb der Holding müssten die Krankenhäuser auf dem Land Aufgaben übernehmen, die sie unverzichtbar machten und die sie in die Lage versetzten, zu einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis der GNH beizutragen, sagt Hanske.

Auch das Thema Geburtshilfe wird wieder diskutiert: Bei einem Gespräch mit Landrat Uwe Schmidt und dem Geschäftsführer der Kreiskliniken Kassel GmbH, Bernd Tilenius, wurde eine Wiedereröffnung der Abteilung unter bestimmten Voraussetzungen als möglich erachtet. „Ökonomischer, qualitativer und personeller Rahmen muss passen“, sagt Tilenius.

Nach Recherchen Wolfgang Hanskes arbeiteten die Entbindungsstationen in Fritzlar und Volkmarsen nicht nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Bei den Richtlinien handelt es sich um jene strengen Kriterien, die vor einem Jahr zur Schließung der Geburtshilfe beigetragen hatten. Im März wird der neue GNH-Vorstandschef Karsten Honsel seine Arbeit aufnehmen. Mit ihm solle dann rasch über die Zukunft der Wolfhager Klinik gesprochen werden.

Alle Fraktionen sollen mitmachen 

Für den Vorsitz im Fördervereins, für den es noch keinen Namen gibt, wollen Wolfgang Hanske, Dieter Schrader und Karola Kälber kandidieren. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dem Beirat des Vereins jeweils ein Vertreter der in der Wolfhager Stadtversammlung vertretenen Fraktionen angehört. „Wir möchten, dass alle politischen Kräfte an einem Strang ziehen“, sagt Hanske. Bereits jetzt hätten etwa 25 Personen ihre Bereitschaft erklärt, dem Verein beitreten zu wollen - unter ihnen Geschäftsführer Bernd Tilenius, Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake und Dekan Dr. Gernoth Gerlach. Das Aktionsbündnis „Wir im Wolfhager Land“ soll bestehen bleiben.

Von Antje Thon

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