Aussichtplattform wieder geöffnet

Forstamt gibt den Ostturm der Weidelsburg wieder für Besucher frei

Schlüsselfigur: Heinrich Bachmann, Vorsitzender des Fördervereins, macht den Weg frei zur Aussichtplattform der Weidelsburg.
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Schlüsselfigur: Heinrich Bachmann, Vorsitzender des Fördervereins, macht den Weg frei zur Aussichtplattform der Weidelsburg.

Die Aussichtsplattform der Weidelsburg ist wieder geöffnet.

Ippinghausen – Sie gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region: die Weidelsburg. Doch so mancher Wanderer, den es in den vergangenen Wochen hoch auf den gut 492 Meter hohen Basaltkegel zwischen Ippinghausen und Naumburg zog, machte ein langes Gesicht, war doch die Hauptattraktion, die Aussichtsplattform auf dem Ostpalas der Burg, gesperrt.

Das Forstamt Wolfhagen in der Funktion des Burgherrn hatte den Zugang dichtgemacht, die schwere eisenbeschlagene Eichentür verschlossen.

Grund dafür war die Corona-Pandemie, genauer: Die hohe Inzidenz, die Ende März herrschte. Auf der Treppe hoch zur Plattform waren die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände bei Gegenverkehr nicht einzuhalten. Dem Amt blieb keine andere Wahl. Gleichzeitig machte es aber deutlich, dass man, sobald sich die Situation in Sachen Seuche deutlich bessern sollte, neu prüfen und, wenn es Zahlen und Trend hergeben, den Turm wieder freigeben werde.

Und genau das geschieht nun rechtzeitig vor dem Pfingstwochenende. „Die sinkenden Corona-Fallzahlen, verbunden mit einem leicht sinkenden Inzidenzwert“, erklärt Jochen Dittmar vom Forstamt Wolfhagen, haben das Amt veranlasst, „die Ausgangslage für die Sperrung der Weidelsburg-Aussichtsplattform zu prüfen“. Dittmar weiter: „Nach Abwägung des aktuellen Pandemieverlaufs und unter der Annahme, dass die getroffenen Regelungen von den Besuchern eingehalten werden“, werde die Plattform ab sofort wieder geöffnet.

Die Vorgaben, die einzuhalten sind: Es  muss im Treppenbereich beim Auf- und Abstieg eine FFP2-Maske getragen werden. Und auf der Aussichtsplattform ist ein Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten. Sollte sich der Pandemieverlauf entgegen dem derzeitigen Trend wieder kritisch entwickeln, „ist von einer erneuten Schließung auszugehen“.

Heinrich Bachmann, Vorsitzender des Fördervereins zur Erhaltung der Weidelsburg, hat sich dann auch gleich auf den Weg zur Burg gemacht und das schwere Holztor aufgeschlossen. Und da war dann auch nicht zu übersehen, wie gefragt der Ausblick übers Wolfhager und auch ins Waldecker Land tatsächlich ist. Unbekannte, die es überhaupt nicht erwarten konnten, hatten bei ihrem Besuch einen hölzernen Mülleimer aus der Verankerung gerissen und im Hang neben der Eingangstür so befestigt, dass sie aufsteigen und sich zu einem Fenster hochziehen und in den Ostturm klettern konnten. Von dort ging es dann wohl direkt auf die Aussichtsplattform. (Norbert Müller)

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