Freiwilliges Kirchgeld ist ein Erfolgsmodell im Wolfhager Land

Wolfhager Land. Das Freiwillige Kirchgeld ist ein Erfolgsmodell. In den zurückliegenden neun Jahren haben Menschen im Kirchenkreis Wolfhagen für Projekte, die ihnen am Herzen liegen und die nicht über die Kirchensteuer finanziert werden, mehr als 772.000 Euro gespendet.

„Das ist eine gewaltige Summe", sagt Dekan Dr. Gernot Gerlach, der durch die Spendenbereitschaft Rückenwind für die Anliegen von Kirche erfährt.

Inzwischen hat das Freiwillige Kirchgeld aus dem Wolfhager Land Schule gemacht. Die Kirchenkreise Melsungen und Hofgeismar haben sich die Bereitschaft zur Unterstützung abgeschaut und das Modell ebenfalls eingeführt. In drei bis vier Jahren soll das Freiwillige Kirchgeld in der gesamten Landeskirche umgesetzt werden, kündigt Joachim Pothmann, Spendenbeauftragter in der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck an.

Nach den Herbstferien geht die Aktion in ihr zehntes Jahr. Dann erhalten die 24 000 Kirchenmitglieder wieder Post, in der um Unterstützung für die unterschiedlichen Anliegen in den jeweiligen Kirchengemeinden geworben wird. Von den 26 Gemeinden im Kirchenkreis Wolfhagen beteiligten sich 23 am Freiwilligen Kirchgeld. Die Bereiche, in denen mit einer Spende geholfen werden kann, erstreckten sich von der Bauerhaltung von Kirche oder Gemeindehaus über die Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Kirchenmusik.

Einen Schwerpunkt der neuen Aktion, die von Oktober bis April 2016 läuft, wird das soziale Engagement sein. Allein 14 der insgesamt 74 Projekte werden in diesem Bereich angesiedelt sein. Gespendet werden könne zum Beispiel für die Wolfhager Tafel und das Teilhabeprojekt „Mach mit“ für Menschen, die in Armut leben, sagt der Dekan. Ihm sei wichtig, dass neben der wichtigen Flüchtlingsarbeit die Not der Menschen von nebenan nicht aus dem Blick geraten.

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