Angeklagte hatte Geld von Firmenkonto aufs eigene Konto umgelenkt

Frühere Buchhalterin eines Wolfhager Autohauses will offenen Vollzug

Die Vorstellung, eine Haftstrafe im geschlossenen Vollzug einer JVA antreten zu müssen, war für eine bislang unbescholtene Ex-Buchhalterin eines Wolfhager Autohauses grauenhaft.

Verteidiger Markus Sittig hatte daher Berufung gegen das Urteil (drei Jahre Haft) des Amtsgerichts vom April eingelegt. Das Ziel: Die Strafe wegen gewerbsmäßiger Untreue sollte von Anfang an im offenen Vollzug verbüßt werden.

Nachdem Richter Liebermann bei der Verhandlung am Dienstag vor dem Landgericht klargestellt hatte, dass das Urteil der Vorinstanz angesichts der hohen Schadenssumme von 270.000 Euro nicht zu beanstanden sei, zog die Verteidigung die Berufung zurück.

Verteidiger Sittig verwies aber darauf, dass seine inzwischen geschiedene 39-jährige Mandantin ihr Leben erfolgreich neu ordne, wieder eine Arbeitsstelle habe und dabei sei, das vom Firmenkonto aufs eigene Konto umgelenkte Geld zurückzuzahlen. Auch wenn das bei einer hohen Haftstrafe von drei Jahren unüblich sei, könne sie gleich in den offenen Vollzug eingewiesen werden.

Staatsanwalt Dr. Schwarz versprach ebenso wie Richter Liebermann, sich für eine solche Regelung einzusetzen. Allerdings habe das Gericht keinen Einfluss auf den Vollzug einer Strafe, man könne also nichts versprechen.

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