Für 500 000 Euro

Erste Krippe der Gemeinde Bad Emstal in der Balhorner Kita eingeweiht

Mehrere Menschen stehen in einem großen Raum mit verteilt stehendem Kinderspielzeug.
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Die Gemeinde Bad Emstal verfügt nun auch über ein Krippenangebot. Am Mittwoch wurden die neuen Räumlichkeiten des Kindergartens Spatzennest im Ortsteil Balhorn eingeweiht. Auf unserem Foto von links: Bad Emstals Bürgermeister Stefan Frankfurth, Kita-Leiterin Tina Schmidt, Martin Velazquez vom Bad Emstaler Bauamt, Balhorns Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer und Stephanie Freiburger vom Kita-Träger, dem DRK Bad Wildungen.

In der Kita Spatzennest gibt es jetzt einen Krippenbereich. Bis zu 12 Kinder im Alter zwischen 10 und 22 Monaten können dort betreut werden. Auf 200 Quadratmetern wird den Kindern einiges geboten.

Balhorn – Vor dem Eingang hat das hölzerne Piratenschiff noch ordentlich Schlagseite. Die Spielgeräte für den Außenbereich neben dem neuen Krippengebäude der Balhorner Kita Spatzennest werden in Kürze noch fertig aufgestellt.

Jetzt steht die Freude über die Eröffnung der neuen Einrichtung an der Bruchstraße im Mittelpunkt.

Am Mittwoch wurden die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht, in denen künftig bis zu zwölf Kinder im Alter zwischen zehn Monaten und dem Übergang zur Kita (22 Monate) betreut werden.

Vorher war hier eine Hausmeisterwohnung untergebracht. Davon merkt man heute nichts mehr. Der Krippenbereich des Spatzennests wirkt wie ein Neubau, obwohl im Bestand gebaut wurde, wie Martin Vazquez vom Bauamt der Gemeinde erklärt.

Für Krippenkinder wurden zwei neue Erzieherinnen eingestellt

Auf einer Grundfläche von gut 200 Quadratmetern gibt es alles, was es für das Wohlbefinden der Kleinkinder braucht: Einen hellen, angenehm getönten großen Gruppenraum, einen Sanitär- und Wickelraum und ganz wichtig, sagte Kita-Leiterin Tina Schmidt, natürlich einen Schlafraum mit zwölf Bettchen. „Dort können die Kinder jederzeit ruhen.“

Am hölzernen Piratenschiff vor dem Krippengebäude: Martin Velazquez vom Bad Emstaler Bauamt, Bürgermeister Stefan Frankfurth, Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer, Stephanie Freiburger vom Kita-Träger, dem DRK Bad Wildungen, und Kita-Leiterin Tina Schmidt (von links).

Auch die Kita-Leiterin ist mit ihrem Büro ins Krippengebäude umgezogen. Dadurch hat man nun gegenüber im 2011 errichteten Kita-Gebäude einen weiteren Raum für die Vorschulkinder zur Verfügung. Schmidt sagte, dass für die Krippenkinder, die Erdmännchengruppe, zwei hoch motivierte Erzieherinnen eingestellt wurden.

Bürgermeister Stefan Frankfurth (SPD) betonte dann auch bei der Eröffnung, dass bei der Abnahme der neuen Krippe „das pädagogische Konzept sehr, sehr gelobt wurde“.

Gesamtkosten belaufen sich auf ungefähr 500 000 Euro

In der Gemeinde sei man glücklich, dass die Erweiterung des bislang dreigruppigen Spatzennests (60 Kinder) nun fertig sei und in Betrieb genommen werden konnte.

Das Projekt bezeichnete der Rathauschef als „langwierige Sache“, denn die Anfänge für die Realisierung eines Krippenangebots reichten gut fünf Jahre zurück. Baubeginn war dann im Februar 2020.

Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Er danke allen, die dazu beigetragen haben, „dass wir es so schön hingekriegt haben“, und dabei nannte er auch den Träger der Kindertagesstätte, das DRK Bad Wildungen.

An die 500 000 Euro nannte Frankfurth als Gesamtkosten, dabei seien dann aber unter anderem auch die 13 neuen Parkplätze, die zwischen Kita und dem benachbarten Dorfgemeinschaftshaus angelegt wurden.

Den Großteil der Gesamtkosten trägt das Land Hessen

Die kämen auch den Nutzern des Dorfgemeinschaftshauses zugute „und bringen Entlastung für die Anwohner“ durch eine Verbesserung des Verkehrsflusses.

Die Gemeinde werde die Kita-Erweiterung aber letztlich „nicht belasten“, so Frankfurth, da 460 000 Euro aus dem Topf des Kommunalinvestitionsprogramms des Landes als Zuschuss fließen.

Das erste Kind wurde in dieser Woche bereits in die Krippengruppe aufgenommen und werde gerade eingewöhnt, das zweite Kind folge in der kommenden Woche. So gehe es dann „peu á peu weiter, so Leiterin Tina Schmidt. Fünf Plätze seien derzeit noch frei.

Und bis die letzten der zwölf Krippenplätze belegt sind, wird wohl auch das hölzerne Piratenschiff im Außenbereich für die Kita-Kinder des Spatzennests perfekt aufgestellt sein. (Norbert Müller)

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