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Gebete im Zeichen des Krieges

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Von: Ursula Neubauer

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Katholische Kirchengemeinde aus Wolfhagen
Geflüchtet: Natalie Pareshavskay (links) mit ihrer Mutter und beiden Söhnen fand zuerst Aufnahme bei Sandra Vix (3.v.li.) in Wolfhagen.  © Ursula Neubauer

Die Katholische Kirchengemeinde in Wolfhagen betet für Frieden

Wolfhagen – Zuhause in der Ukraine hätten die ukrainischen Flüchtlinge das russisch-orthodoxe Osterfest am Sonntag zusammen mit der Familie beim Gottesdienst und gemeinsamen Essen gefeiert.

Jetzt sind sie auf einmal in einem für sie fremden Land und beten gemeinsam mit Wolfhager Bürgern für den Frieden in der Welt und insbesondere den in der Ukraine.

Die katholische Kirchengemeinde Wolfhagen hatte zum Friedensgebet und Dankgottesdienst in die katholische Kirche St. Maria eingeladen und viele Menschen waren der Einladung gefolgt.

Die Osterbotschaft- Auferstehung Jesu und Sieg über den Tod

Der katholische Pfarrer Marek Prus stellte die Osterbotschaft – die Auferstehung von Jesu und den Sieg über den Tod – in den Mittelpunkt des festlichen Gottesdienstes, der in deutscher und in ukrainischer Sprache gehalten wurde.

Musikalisch begleitet wurde der Dankgottesdienst von drei ukrainischen jungen Frauen, die Lieder aus ihrer Heimat sangen.

Außer den Friedensgebeten wurde auch ein großes Dankeschön an alle Helfer der Sammelaktion, des Organisierens der vielen Hilfstransporte in die Ukraine und der Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge ausgesprochen.

Genügend Gelegenheit für die Ukrainer, ins Gespräch zu kommen

Nach dem Gottesdienst gab es auf dem Platz vor der katholischen Kirche für die Ukrainer genügend Gelegenheit, bei Erfrischungen und Keksen Fragen zur Kirche, Schule und Leben in Deutschland zu stellen oder einfach nur ins Gespräch zu kommen. Und die Kinder bekamen ein Begrüßungsgeschenk.

Unter den Flüchtlingen befindet sich auch Natalie Pareshavskay, die mit ihrer Mutter und zwei Söhnen seit Mitte März in Wolfhagen ist. Sie unterhält sich über eine Übersetzungsapp mit Sandra Vix aus Wolfhagen und hat viele Fragen an sie.

Mittlerweile hat die Familie Pareshavskay eine Wohnung in Wolfhagen. Zuerst aufgenommen wurden sie jedoch von Sandra Vix, die sie auch heute noch betreut.

Herzliche und unkomplizierte Aufnahme in Wolfhagen

Sie seien froh, dass sie so herzlich und unkompliziert hier in Wolfhagen aufgenommen worden seien, sagt Natalie Pareshavskay. Ihre Kinder haben neue Freunde gefunden und sie könne voraussichtlich ehrenamtlich in der Walter-Lübcke-Schule tätig sein, da sie in ihrer Heimat Lehrerin war.

Ihre Mutter sei jedoch noch sehr traumatisiert, weil sie mit eigenen Augen ansehen musste, wie russische Panzer über ihre Landsleute hinwegrollten. (Ursula Neubauer)

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