Lachtränen bei verrückter Posse: Gelungene Premiere in Niederelsungen

Heilloses Durcheinander: So viel Chaos hatte Privatier Otto Ofenloch (Christian Winning) nicht erwartet. Nun lädt ihn auch noch Abenteurer Julius Ludwig (Oliver Ernst) auf seine nächste Reise ein. Foto:  Zecher-Christ

Niederelsungen. Eine gelungene Premiere hat die Junge Bühne mit ihrer verrückten Posse in drei Akten „Einer spinnt immer" von Wilfried Reinehr hingelegt. Das Publikum im Wolfhagener Stadtteil Niederelsungen wischte sich so manche Lachträne aus dem Auge.

Sämtliche Rollen des Stücks waren perfekt besetzt. Es handelte davon, dass der reiche, gelangweilte Privatier Otto Ofenloch (Christian Winning) eine Irrenanstalt von innen kennenlernen will. Sein gewitzter Neffe Ottfried (Paul Röhl) bringt ihn in der, vom Ruin bedrohten, Pension der akkuraten Lieselotte Hallermann (Ann-Kathrin Hamel) unter. Dort wohnen so exzentrische Gäste, dass Ottfried sicher ist: „Einer spinnt immer!“

Witwe sucht Männer

Uneigennützig ist sein Plan nicht, denn er will durch die Aktion, für die sein Onkel viel Geld bezahlt, nicht nur Lieselottes Pension retten, sondern auch das Herz ihrer burschikosen Nichte Siglinde (Lisa Gerlach) gewinnen. Als „Insassen“ glänzten: Christin Henkelmann als exaltierte Romanautorin Christine Frank, Oliver Ernst als Weltreisender Julius Ludwig in typischer Indiana-Jones-Manier, Maibritt Böhle als reiche Witwe Ria Baleno, die ständig auf der Suche nach einem neuen Mann ist, und Carsten Jubelt als pensionierter Major Egon von Schönherr, der alle strammstehen lässt.

Das „L“ verloren

Viel lachen konnten die Zuschauer auch über Jan Steinbock als Lieselottes Neffe Ladislaus Locke mit Schauspielambitionen, der durch einen Schock sein „L“ verloren hat und es nun durch ein „N“ ersetzt. Urkomisch waren die mannstolle Hausverwalterin Florence Wipperling (Anna Winning) und ihr „süßer“ Bruder Detlef (Roman Harrer) - ein herber Verlust für die Frauenwelt.

In kleineren Rollen erfreuten Ramona Elsner als „Mädchen für alles“ Carla Jung und Lina Schneider als resolute Köchin Amelia Freud. Als der entnervte Onkel die Tante ehelicht, fliegt der Schwindel auf. Doch wie es bei einer guten Komödie üblich ist, wird alles gut.

Der Saal im Niederelsunger Haus des Gastes war bis auf wenige Plätze besetzt. Das Publikum im Haus des Gastes bedankte sich für die enorme Spielfreude der Darsteller der Jungen Bühne mit einem langanhaltenden, stehenden Applaus.

Karten für „Einer spinnt immer“ können donnerstags von 20 bis 21 Uhr im Waldbühnenbüro unter 05606/2229 oder auch unter www.waldbuehne.niederelsungen.de gekauft werden. Der Eintritt kostet acht Euro.

Alle Spieltermine: 

Samstag, 5. März, Sonntag, 6. März, Samstag, 12. März, Sonntag, 13. März, Samstag,19. März, Sonntag, 20. März, Donnerstag, 24. März, Sonntag, 27. März. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 20 Uhr.

Von Nadja Zecher-Christ

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