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Oberelsungen: Genossenschaft bietet alternative Wohnformen an

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Von: Andreas Hermann

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Die Rückseite des Elsenhofs (rechts). Schräg gegenüber der Oberelsunger Bahnhof.
In der Natur und mit Bahnanschluss: Die Rückseite des Elsenhofs (rechts), zu dem ein 1,5 Hektar großes Grundstück gehört. Schräg gegenüber der Oberelsunger Bahnhof. © Andreas Hermann

Die Genossenschaft am Ortsrand von Oberelsungen will ein solidarisches und nachhaltiges Leben in einer Gemeinschaft schaffen.

Oberelsungen – Beim Vorbeifahren sieht das 1905 errichtete Gebäude gegenüber dem Oberelsunger Bahnhof eher unscheinbar aus. Doch seine Eigentümer, die Mitglieder der Genossenschaft „Kassel im Wandel“, berichten voller Stolz von der bewegten Geschichte des Hauses:

Das sei ursprünglich eine Gaststätte, später dann unter anderem eine Knopf-Fabrik und in den 1930er-Jahren ein Betrieb zur Fertigung von Beton- und Natursteinplatten gewesen.

In das vor zehn Jahren gekaufte Gebäude sollen bald acht Menschen einziehen

Nun will die Genossenschaft am Ortsrand von Ober-elsungen eine neue Ära anbrechen lassen – die eines solidarischen und nachhaltigen Lebens in einer Gemeinschaft.

In das vor zehn Jahren von ihr gekaufte Gebäude, das über eine Werkstatt sowie ein rund 1,5 Hektar großes Grundstück verfügt, sollen bald schon etwa acht Menschen einziehen, die sich ihren Traum von einem Zusammenleben und -wohnen verwirklichen wollen.

Für das besondere Wohnprojekt werden noch Interessenten gesucht (Bericht unten). Nicht irgendwelche Mieter, sondern Leute, die Lust und den Mut haben, sich für die Gruppe zu engagieren.

Für Emmert geht es um „eine alternative und zukunftsweisende Wohnform“

„Das muss einfach passen“, sagt Dietmar Emmert, der sich um Interessenten sowie um die Auswahl und das Zusammenbringen der neuen Bewohner kümmert.

Für Emmert geht es auch um „eine alternative und zukunftsweisende Wohnform“. Die „Neubesiedlung“ solle bald schon starten.

Im Mai ziehe der erste Mieter ein, aktuell sei er im Gespräch mit „weiteren ernsthaften Interessenten“. Emmert wohnt in einem anderen Haus der Genossenschaft im Ortskern.

Die neue Ära steht in Oberelsungen unter dem Stichwort „Elsenhof“

Die neue Ära, die Gabriele Hauenstein, Eva-Maria Gent und Stefan Fydrich als Initiatoren der Genossenschaft anstreben, steht in Oberelsungen unter dem Stichwort „Elsenhof“.

Den Begriff habe ein Kind bei einem Besuch geprägt, berichtet Hauenstein. „Weil uns der Name so gefiel, halten wir an ihm fest.“

Seit kurzer Zeit gibt es im Elsenhof übrigens eine Gas-Zentralheizung und eine biologische Kleinkläranlage (weil ein Kanalanschluss fehlt).

Es sollen Bauwägen, Tiny Häuser und eine Jurte aufgestellt werden

Weitere Arbeiten sind geplant oder finden bereits statt. Auf einem Teil des Grundstücks sollen Bauwägen, Tiny Häuser oder auch eine Jurte aufgestellt werden.

Zum Bahnhofsgebäude gegenüber, das man gern nutzen würde, liegt bereits ein Leerrohr. Mit der Regiotram könne man von dort zum zweiten Wohnprojekt in Harleshausen fahren.

Die Kooperation zwischen den Standorten solle ausgebaut werden, sagt Stefan Fydrich. Man verstehe sich auch als Netzwerk und als Partner in der Region. (Andreas Hermann)

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