Gemeinschaftsautos im Wolfhager Land

Beim Carsharing können Fahrer aus Wolfhagen Autos über das Internet ausleihen

Ein jüngerer Mann in einem dunkelblauen Hemd und mit Brille steht vor einem Auto.
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Dieses Elektro-Auto kann online ausgeliehen werden: Markus Sälzer von Energie 2000 mit dem VW Up.

Ob mit Auto, Rad, Flugzeug oder Zug: Die Menschen sind viel und ständig unterwegs. In unserer Herbstserie „Mobilität“ berichten wir über alle Facetten rund um dieses Thema. Heute: Carsharing.

Wolfhagen – Nicht nur in Großstädten, sondern auch in Wolfhagen gibt es ein Carsharing-Angebot. Das Klimaschutzprojekt dient dazu, dass Wolfhager und Fahrer aus anderen Kommunen ohne eigenen Pkw mit einem Gemeinschaftsauto mobil sind und der Verzicht auf ein Zweitfahrzeug attraktiver wird.

Aktuell stehen ein VW Caddy mit Erdgasantrieb von Energie 2000 und ein VW Up mit Elektroantrieb von der Stadt Wolfhagen am Rathaus zu Verfügung. „Der Up wurde bis jetzt mehr genutzt“, zieht Markus Sälzer von der Energieagentur ein erstes Fazit. Das Angebot soll Bürgern ohne eigenes Auto zu mehr Mobilität verhelfen, die beispielsweise Wege erledigen müssen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar wären, so Sälzer.

Dem schließt sich Klimamanager Markus Huntzinger an. Auch er konnte beobachten, dass auf den Kleinwagen mit Elektroantrieb deutlich mehr Fahrten verbucht wurden: „In zehn Monaten Betrieb wurde das E-Auto etwa 5000 Kilometer weit gefahren“. Begrenzt sei die Nutzungsdauer der Fahrzeuge nicht, so Huntzinger.

Einzig die Reichweite sei auf etwa 130 Kilometer beschränkt, wenn der Fahrer den Wagen zwischendurch nicht erneut aufladen wolle. „Wir hatten sogar einen Nutzer, der mit dem Wagen für mehrere Tage Urlaub gemacht hat“, sagt er.

Angebot ist nicht nur auf dies zwei Autos beschränkt

Derzeit seien 35 registrierte Nutzer im Alter von etwa 20 bis 60 Jahren für das Carsharing angemeldet. Diese ließen sich in drei Gruppen unterteilen: Privatpersonen, Mitarbeiter der Stadt und Mitarbeiter von Vereinen. „Da ist aber noch Luft nach oben“, stellt Huntzinger fest. Denn das Angebot der Gemeinschaftsautos sei nicht auf diese zwei Fahrzeuge beschränkt. „Bürger und Institutionen können ihre Fahrzeuge ebenfalls dem Pool zur Verfügung stellen“, sagt Klimamanager Huntzinger.

Auch größere Fahrzeuge seien willkommen. Dabei sei es aber kein Problem, wenn es sich nicht um Autos mit E-Antrieb handle. Für die Umsetzung des Projektes, das von der Umweltstiftung gefördert wird, arbeitet die Stadt mit dem Anbieter Regiomobil zusammen. Auf dem Online-Portal können sich Interessenten registrieren und den gewünschten Nutzungszeitraum für einen Wagen blocken.

Mit einem Chip auf dem Führerschein lässt sich der gewünschte Wagen öffnen und nutzen. Auch private Fahrzeuge müssen für dieses System umgerüstet werden. „Das schadet dem Wagen nicht und kann jederzeit zurückgebaut werden“, erklärt Huntzinger. Die Kosten dafür und auch die etwas höheren Versicherungskosten übernimmt die Wolfhager Umweltstiftung.  

Registrierung: regio-mobil-deutschland.de, Kontakt: Markus Huntzinger 0 56 92 / 60 23 20. (Theresa Lippe, Bea Ricken)

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