Frühjahrsputz vorm Museum

Geologischer Zeitweg in Wolfhagen wurde von Helfern aufgefrischt

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Im Einsatz: Hermann Neumeyer und Reiner Kunz (von links) säubern und wechseln die Beschilderung der Gesteine am geologischen Zeitweg vor dem Regionalmuseum Wolfhager Land. 

Das Regionalmuseum Wolfhager Land ist derzeit wegen der Coronakrise geschlossen, doch die Mitarbeiter machten jetzt ein draußen vor dem Museum einen Frühjahrsputz.

Wolfhagen – Die Leiterin des Regionalmuseums Wolfhager Land, Beate Bickel, und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter lassen sich auch durch Corona nicht unterkriegen. „Wenn wir zurzeit keine Besucher in das Museum lassen dürfen, dann wollen wir wenigstens unsere Schätze vor dem Museumsgebäude im neuen Glanz erstrahlen lassen“, sagt sie.

Und so veranstaltete sie zusammen mit Dr. Reiner Kunz und Hermann Neumeyer einen kleinen Frühjahrsputz am geologischen Zeitweg, der das Museum in der Zehntscheune mit der Abteilung „Geologie“ und der Abteilung „Vor- und Frühgeschichte“ im Alten Renthof verbindet. Der Zeitweg wurde vom früheren Museumsleiter Wolfgang Halfar und Dr. Reiner Kunz geplant und im Jahr 1992 eröffnet.

Da das Museum aufgrund der Verordnungen durch Corona zurzeit geschlossen ist, konzentrierten sich Museumsleiterin und Mitarbeit auf den geologischen Zeitweg. Sowohl der Sandsteinweg als auch die 20 Exponate zu beiden Seiten des Weges wurden gesäubert und die Gesteine mit neuer Beschilderung versehen. Jetzt steht oben die Bezeichnung des Steines und dann darunter das geologische Zeitalter.

Museumsleiterin Beate Bickel zeigt ein neues Schild für ein Exponat am geologischen Zeitweg vor dem Museumsgebäude in Wolfhagen.

Die ältesten Steine stammen aus der (Prä)-Kambriumzeit und sind zwischen 500 und über 600 Millionen Jahre alt. Das jüngste Exponat ist ein Stalagmit-Fragment aus einer Tropfsteinhöhle und etwa über zwei Millionen Jahre alt. 

Einige der ausgestellten Gesteine stammen aus dem Wolfhager Land

Einige Ausstellungsstücke stammen aus skandinavischen Ländern. Doch einige Gesteine aus Buntsandstein, Muschelkalk und Basalt kommen aus dem Wolfhager Land und der näheren Umgebung.

Damit den Besuchern deutlich wird, dass sie Millionen von Jahren geologisch durchschreiten, wenn sie den Zeitweg gehen, wurde er mit dunklen Steinen in Zeitzonen (zehn Zentimeter sind 2,2 Millionen Jahre) optisch eingeteilt. 

Reiner Kunz erklärt, dass es Ziel des Regionalmuseums sei, mit diesem geologischen Zeitweg die immensen Zeitabläufe der Erdgeschichte darzustellen. So sei es durchaus möglich, dass einer dieser Steine seit Millionen von Jahren im Wolfhager Stadtwald oder auf dem Hasunger Berg gestanden habe, so Beate Bickel.

Die geplante Neueröffnung der Abteilung „Geologie“ in der Zehntscheune konnte nicht erfolgen und alle Aktionen im Mai, wie der internationale Museumstag und alle Vorträge sind abgesagt worden. Bickel ist aber zuversichtlich, dass zumindest die Eröffnung der geologischen Abteilung im Sommer nachgeholt werden kann.

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