Autostellplatz auf Wolfhager Kampwiesen

Bestechlichkeit unterstellt: Rückner entschuldigt sich für seinen Facebook-Post

Der Wolfhager Lokalpolitiker Günter Rückner hat sich für seinen Facebook-Kommentar im Zusammenhang mit dem geplanten Gebrauchtwagenstellplatz der Firma Ostmann entschuldigt.

Eine knappe Woche hat sich Wolfhagens Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Finke urlaubsbedingt Zeit gelassen, um auf einen Facebook-Kommentar des Gasterfelder Ortsbeirats und Vorstandsmitglieds des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB) Günter Rückner zu reagieren. Rückner hatte – wie berichtet – in Zusammenhang mit dem vom Autohaus Ostmann anvisierten Bau eines Gebrauchtwagenstellplatzes im Bereich der Kampwiesen Wolfhager Mandatsträger in den Bereich der Korruption gerückt.

„Um weiteren Schaden vom Parlament zu nehmen, das Herr Rückner mit seinen Anspielungen unter Generalverdacht stellt, sollte er ganz konkret die Entscheidungen und Personen benennen. So lässt sich prüfen, ob möglicherweise gegen geltendes Recht verstoßen wurde und ob gegebenenfalls juristische Schritte eingeleitet werden müssen“, erklärt Finke. Und weiter: „Andernfalls sollte Herr Rückner aufhören, sich an der haltlosen und gemeinwohlschädlichen Hetze im Netz zu beteiligen.“

Als Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Wolfhagen weise er die Unterstellungen Rückners aufs Schärfste zurück. Günter Rückner habe sich mit seinem Handeln als ehrenamtliches Ortsbeiratsmitglied und Vorstandsmitglied des BWB disqualifiziert. Finke: „Sanktionierende Schritte zu ergreifen, ist Aufgabe von BWB und Ortsbeirat.“ Er fordere Rückner auf, die Behauptung, die Stadtverordneten seien bestechlich, öffentlich zurückzunehmen. Darüber hinaus soll er sich bei allen Betroffenen entschuldigen und von allen politischen Ämtern zurücktreten.

Rückner selbst hat nun in einem Brief an Finke, die Stadtverordneten, den Magistrat, die Ortsvorsteher und den Ortsbeirat Gasterfeld sein Bedauern über seinen Facebook-Post ausgedrückt. „Meine Entgleisung in einem Facebook-Eintrag vor etwa zweieinhalb Wochen zu dem Kommentar einer Gegnerin der geplanten Nutzung und Bebauung im Bereich der Kampwiesen durch die Fa. Ostmann bedauere ich zutiefst und bitte hiermit alle vorgenannten Personen, die ich mit dem genannten Eintrag pauschal angesprochen bzw. angegriffen habe, ganz ernst gemeint um Entschuldigung“, schreibt dort Günter Rückner. Eine „Entschuldigung im gleichen Sinne“ richte er auch an den Wolfhager Unternehmer Reinhard Ostmann.

Weiter ist zu lesen: „Meine Aussagen in diesem Post, die unter starker Verärgerung über die Sache entstanden sind, waren unüberlegt, dumm und in höchstem Maße unpassend und falsch.“ Weil er keinen Einfluss „dieser unüberlegten Aussagen“ auf seine ehrenamtliche Tätigkeit im Ortsbeirat Gasterfeld sehe, werde er als Ortsbeiratsmitglied – hier gehört er der Bürgerinitiative Gasterfeld (BIG) an – nicht zurücktreten.

Für das BWB sei die Angelegenheit aufgrund Rückners „Entschuldigungen, seines Bedauerns und der Zurücknahme seiner Äußerungen“ erledigt, erklärt BWB-Vorsitzender Joachim Eberbach in einem Brief an Parlamentschef Burkhard Finke. Seitens des BWB werde es deshalb auch „keine Sanktionen gegen Herrn Rückner geben. Wir wünschen uns weiterhin seine Mitarbeit in unseren Gremien“, so der Vorsitzende weiter.

Eberbach betont, dass auch das BWB Rückners „Fehlverhalten“ bedauere und der mittlerweile gelöschte Kommentar Rückners zu keiner Zeit die Meinung des BWB gewesen sei.

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