Martin Rühl geht zum Jahresende

Geschäftsführer verlässt die Stadtwerke Wolfhagen

Martin Rühl

Wolfhagen. Geschäftsführer Martin Rühl verlässt zum 31. Dezember die Stadtwerke Wolfhagen. Darauf haben sich Aufsichtsrat und Geschäftsführer verständigt. Uneinigkeiten sind der Grund für den Schritt.

Er habe viele Projekte beispielsweise im Bereich Forschung vorantreiben wollen, während der Aufsichtsrat eher „konservativ und risikovermeidend“ arbeiten wolle, sagte Rühl auf HNA-Anfrage.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 15.35 Uhr.

In den vergangenen ein bis zwei Jahren habe es in der Arbeit mit dem Aufsichtsrat „verschiedene Punkte“ gegeben, bei denen man nicht übereingestimmt habe. Rühls Ziel sei es gewesen, das Unternehmen weiter voranzutreiben, sagt er. Der Aufsichtsrat habe dagegen vorsichtiger agieren und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren wollen. Man habe sich „auseinander gelebt“, sagt Rühl. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses sei deshalb beiderseitig gewesen.

Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist, würdigte Rühls Wirken. Aus einem kleinen Netzbetreiber habe er ein „international bekanntes Querverbundunternehmen“ gemacht. Diese Entwicklungen hätten nicht nur die Energiewende in Wolfhagen vorangebracht. Schaake bedauert die Entscheidung, betont aber, dass die Stadtwerke über den 31. Dezember hinaus ihrer Linie treu bleiben würden. Die Mitarbeiter seien kompetent und sie „werden Kurs halten und innovativ bleiben“.

Martin Rühl ist seit 1998 bei den Wolfhager Stadtwerken. Seit 2001 ist er Geschäftsführer, aktuell leitet er die Geschäfte aus einer 50-Prozent-Stelle heraus. Die restliche Arbeitszeit bringt er als Geschäftsführer bei der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) ein.

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