Cinema-Kino in Wolfhagen muss allerdings weiterhin geschlossen bleiben

Geschäftstüren im Wolfhager Land nur nach Voranmeldung geöffnet

Click and Meet: Kundin Christina Fornoff hat bei Trend Style in Wolfhagen bei Inhaberin Andrea Voigt-Scheuermann einen Shopping-Termin vereinbart.
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Click and Meet: Kundin Christina Fornoff hat bei Trend Style in Wolfhagen bei Inhaberin Andrea Voigt-Scheuermann einen Shopping-Termin vereinbart.

Seit Montag können die Einzelhändler ihre Geschäftstüren wieder öffnen. Allerdings dürfen die Kunden nur nach dem Prinzip des Click and Meet einkaufen gehen. Das bedeutet, dass der Kunde vorab einen Termin im Laden vereinbaren muss und dann einkaufen gehen darf.

Wolfhagen – In der Boutique Trend Style in Wolfhagen wird das Click and Meet angenommen. „Es haben schon ein paar Kunden angerufen“, sagt Geschäftsinhaberin Andrea Voigt-Scheuermann. Es wäre für die Kunden noch alles sehr neu, daher seien die Leute insgesamt noch relativ bedacht. Die ersten Shopping-Termine wurden in der Boutique auch schon vereinbart. „Eine Stunde hat jeder Kunde bei mir im Laden dann Zeit zum Shoppen.“ Danach werde gelüftet und alles desinfiziert. Voigt-Scheuermann ist also froh, dass sie wenigstens unter diesen Umständen wieder öffnen kann. „So ist es besser als seinen Laden komplett zu schließen.“ Auf längere Zeit sei das Click and Meet aber für die Inhaberin schwierig.

„Bei uns wird die telefonische Terminvereinbarung wirklich gut angenommen“, sagt Manuela Willi vom Bekleidungsgeschäft NKD in Wolfhagen. Die Kunden haben dann 45 Minuten Zeit im Geschäft einzukaufen. Nach jedem Schwung Kunden wird dann für eine Viertelstunde durchgelüftet. In dieser Zeit dürfe keiner das Geschäft betreten. Doch auch viele Kunden würden vor der Tür des Geschäftes stehen und einfach so rein wollen, obwohl sie keinen Termin haben. „Das geht natürlich nicht, daher müssen wir auch sehr darauf achten, wer gerade ins Geschäft kommt“, so Manuela Willi.

Baumärkte dürfen hingegen ohne Terminvereinbarung ihre Kunden wieder in das Geschäft lassen. „Wir hatten am Montag einen guten Start und freuen uns natürlich, dass wir wieder aufmachen durften“, sagt Kevin Pfaff, Mitarbeiter bei Werkers Welt in Wolfhagen. Die Kundenmassen haben sich allerdings in Grenzen gehalten. „Wir hatten eigentlich mit mehr Kunden gerechnet“, so Pfaff. Aber er geht stark davon aus, dass sich dies im Laufe der Woche noch ändern wird, denn telefonische Anfragen, ob die Baumärkte wirklich wieder offen haben, gäbe es viele.

Doch nicht alle profitieren von den beschlossenen Lockerungen. Das Cinema-Kino in Wolfhagen ist weiterhin geschlossen. „Es ist für mich wirklich eine große Enttäuschung, dass wir den Kinobetrieb immer noch nicht aufnehmen dürfen“, sagt Geschäftsführer Kai Mellinghoff. Er sehe bisher auch keine Perspektive, dass er am 22. März wieder öffnen dürfe. „In den Auslegungshinweisen zur Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie steht nichts davon, wann wir eventuell wieder öffnen dürften.“ Sollte Mellinghoff das Kino am 22. März wieder auf machen, dann dürfe er nur Besucher reinlassen, die einen negativen und tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest vorweisen können. Dies gilt allerdings nur bei einer landesweiten Inzidenz über 50. Sei die Inzidenz darunter, dann bräuchte man keinen Test zum Vorweisen. (Lea Beckmann)

Stefan Engel freut sich darüber, dass in seinem Bad Emstaler Gesundheits- und Wellnessclub wieder im kleinen Kreis trainiert werden darf.

Trainieren im kleinen Kreis

Nachdem bereits in Schleswig-Holstein die Fitnessstudios im Rahmen des Individualsports vereinzelnd geöffnet hatten, ist seit Montag die Öffnung der Fitnessstudios auch in Hessen wieder erlaubt. Freude über die überraschende Ankündigung der Landesregierung herrscht auch bei den Betreibern der Sportstätten im Wolfhager Land. „Wir dürfen unser Vital Inn mit Terminvergabe wieder öffnen“, kündigt etwa Stefan Engel auf der Website seines Bad Emstaler Gesundheits- und Wellnessclubs an, der seit November geschlossen hatte. (Sascha Hoffmann)

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