Keine Wiederbelebung möglich

Aus für Wolfhager Geburtshilfe: Nachricht schockiert nicht nur Politiker

Wolfhagen. Es wird keine Wiederbelebung der Geburtshilfe in der Wolfhager Klinik geben. Die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) teilte am Montagnachmittag das endgültige Aus mit.

Die Nachricht kam überraschend, schließlich hatten der Landkreis und auch die Stadt Wolfhagen eine vom Vorstandsvorsitzenden der GNH, Dr. Gerhard M. Sontheimer vorgebrachte Grundvoraussetzung erfüllt: eine finanzielle Beteiligung beider von jeweils 150 000 Euro pro Jahr.

Allgemein war damit gerechnet worden, dass die Entscheidung für oder gegen den Neustart der Geburtshilfe in Wolfhagen während der Aufsichtsratssitzung am 8. April fallen würde. Sowohl die politischen Entscheidungsträger in Wolfhagen als auch das Aktionsbündnis Widerstand im Wolfhager Land waren bis zur überraschenden Nachricht voller Zuversicht, schließlich schien neben dem finanziellen auch das von der GNH immer wieder ins Feld geführte personelle Problem – es fänden sich trotz intensiver Suche keine Kinderkrankenschwestern – vor einer Lösung zu stehen. Bürgermeister Reinhard Schaake sprach von drei Bewerbungen, die in der Wolfhager Klinik vorlägen, eine habe er gar persönlich zur Geschäftsführung gebracht.

Die GNH urteilte anders. Man habe mit den gynäkologischen Belegärzten an einem Konzept zum Erhalt der Geburtshilfe gearbeitet. Die Beteiligten seien „gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass selbst bei einer finanziellen Unterstützung durch Stadt und Landkreis eine Weiterführung der Geburtshilfe in der erforderlichen Qualität nicht mehr möglich ist“.

Vorstandschef Sontheimer weiter: „Unter den seit Mitte 2013 geltenden Mindeststandards für geburtshilfliche Abteilungen der Grund- und Regelversorgung und den damit verbundenen personellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können die Voraussetzungen nicht dauerhaft gesichert werden.“ (nom)

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