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Gipfelstürmer – Tolle Fernsicht vom Turm am Hohen Gras

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Von: Sascha Hoffmann

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Als Mittelgebirgsstürmer Berge erklimmen und Stempel sammeln
Als Mittelgebirgsstürmer Berge erklimmen und Stempel sammeln © Sascha Hoffman

Berge erklimmen, Stempel sammeln und zum Mittelgebirgsstürmer werden kann man im Naturpark Habichtswald. Mit den Naturparkführern stellen wir zehn Gipfel in einer Serie vor. Heute: das Hohe Gras.

Kassel/Wolfhager Land – Wer ein wahrer Mittelgebirgsstürmer werden will, lässt sich garantiert nicht dazu verlocken, mit dem Auto rauf zur Waldgaststätte zu fahren und dem knallroten Stempelkasten gleich am Parkplatz einen Besuch abzustatten.

Ja, es könnte wirklich leicht sein, den ersten Stempel in den Gipfelpass zu drücken. Sich diesen wandernd zu verdienen, lohnt sich, nicht umsonst ist der bewaldete Gipfel mit rund 31 Meter hohem Aussichtsturm samt Berggaststätte eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region.

614,8 Meter bis zum höchsten Punkt im Naturpark Habichtswald

Ausflügler haben die Qual der Wahl, lockt doch gleich eine Kombination verschiedener Wanderwege zu ausgedehnten Touren rauf zum mit seinen 614,8 Metern höchsten Punkt im Naturpark Habichtswald.

Auch Naturparkführer Uwe Höhle ist hier gern mit seinen Hunden unterwegs. Gründe, hier ein paar Stunden die frische Luft zu schnuppern, findet er reichlich.

Der Besuch des Aussichtsturms am Hohen Gras ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.
Der Besuch des Aussichtsturms am Hohen Gras ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. © Sascha Hoffmann

„Ich liebe es, mich zu einer großen alten Buche zu setzen, einfach zu schweigen und die Kraft des Baumes zu fühlen“, sagt er und gibt zu, dass auch die frischen Waffeln mit Kirschen, Eis und einer ordentlichen Portion Schlagsahne nicht zu verachten sind.

Und doch bleiben es die Naturschönheiten, die Gipfel Nummer eins der Mittegebirgsstürmer-Aktion für ihn so reizvoll machen. „Die vielen verschiedenen Facetten, wenn man einfach mal ringsherum geht und in die Ferne schaut, sollte sich niemand entgehen lassen.“

„Es ist ein fantastisches Gefühl“

Richtung Osten blicke man gen Hute mit ausgedehnten Wiesenflächen, im Westen locke das Naturschutzgebiet Seilerberg, vielen bekannt als ehemaliger Truppenübungsplatz, Richtung Nord-Ost erstrecke sich die Kastanienallee in Richtung Herkules, und im Norden throne der Fernsehturm.

„Zurzeit hat man selbst durch den Buchenwald einen atemberaubenden Fernblick, und man entdeckt Phänomene, die man in der grünen Jahreszeit durch das Blattwerk vielleicht verpassen würde“, sagt Höhle und empfiehlt für das ganz besondere Fernblickerlebnis, den Aussichtsturm zu besteigen.

Hohes Gras
Hohes Gras © HNA

Tierwelt bestaunen

„Es ist ein fantastisches Gefühl, mit den Buchen auf einer Höhe zu sein und zu beobachten, wie sich der Wald aus diesem Blickwinkel verändert. Wenn man sich ganz ruhig verhält, kann man auch die Tierwelt bestaunen, den Rotmilan am Himmel und die Eichhörnchen auf den Bäumen.“

Höhles Lieblingstour rauf zu seinem Hausberg ist rund 13 Kilometer lang und wird von ihm nicht grundlos „Einkehrtour“ genannt.

Sie startet am Landgasthaus unteres Firnsbachtal, führt von dort rauf zum Hohen Gras, weiter zur Waldgaststätte Herbsthäuschen und zurück durch die Klamm im Firnsbachtal zum Start.

Auszeit am Gipfel oder eine Runde Nervenkitzel im Klettepark

So anspruchsvoll müsse es aber nicht sein, sagt der Naturliebhaber, der Gipfel könne auch über drei Rundwege mit Längen zwischen zwei und vier Kilometern erreicht werden, dann mit dem Wanderparkplatz Roter Stollen als Startpunkt.

Wer einfach für eine kleine Auszeit rauf auf den Gipfel und vielleicht eine Runde Nervenkitzel im Kletterpark genießen will, der kann mit dem Auto direkt bis zum Parkplatz am Aussichtsturm fahren.

Der Verlockung des knallroten Stempelkastens sollte dann aber möglichst widerstanden werden, wenn man ein wahrer Mittelgebirgsstürmer werden will. (Sascha Hoffmann)

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