Gips statt Goldmedaille

Verletzungspech ließ Titeltraum von A-Jugend-Ringer Eric Tangel zerplatzen

+
Pechvogel: Bei klarer Führung im Halbfinale der deutschen A-Jugend-Ringermeisterschaft zog sich Eric Tangel eine schwere Armverletzung zu und musste damit seinen Titeltraum begraben.

Wolfhagen. Zumindest den Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Ringermeisterschaften im griechisch-römischen Stil der A-Jugend in der 54-Kilogramm-Gewichtsklasse in Langenlonsheim (Rheinland-Pfalz) war dem 16-jährigen Eric Tangel vom Verein für Leibesübung (VfL) Wolfhagen vermeintlich nicht mehr zu nehmen.

Denn im Feld der 16 qualifizierten Titelkandidaten aus allen nationalen Landesverbänden hatte sich das Ausnahmetalent, so sein Heimtrainer Otto Hajlik über Eric Tangel, der im Ligawettbewerb für den hessischen Oberligisten Klein-Ostheim auf die Matte geht, souverän bis ins Halbfinale gekämpft.

Marc Maier (Büdelsheim) besiegte der Wolfhager mit einer 4:1-Wertung (17:2 Punkte, dann gab er Tizian Gottstein (Adelshausen) mit 4:0 (16:0) das Nachsehen und ließ auch gegen Alexander Kromm (Neuss) mit 4:1 (20:5) nichts anbrennen.

Damit stand er im Halbfinale und traf hier auf Maximilian Simon (Weißwasser). Auch hier beherrschte der Wolfhager technisch klar seinen Gegner, spielte mit ihm Katz und Maus und sah bis kurz vor dem Kampfende bei einer 9:1-Führung wie der sichere Sieger und Finalteilnehmer aus. Doch dann passierte es. Im Schlussspurt zog sich Eric Tangel eine schwere Armverletzung zu, die ihn zur Aufgabe zwang. Tangels enttäuschter und sportlich fairer Kommentar: „Den Gegner traf dabei keine Schuld.“

Vierter Platz

Statt dem Griff nach der Goldmedaille blieb für den Wolfhager am Ende nur „Blech“, nämlich der undankbare vierte Platz. Denn im Kampf um Bronze gegen Peter Schulz (Fahrenbach konnte Eric Tangel aufgrund seiner Verletzung nicht antreten und musste seinem Gegner kampflos das Edelmetall überlassen.

Zwei Wochen zuvor hatte Eric Tangel auf nationaler Ebene sein Ausnahmetalent bereits unter Beweis gestellt. Denn da hatte er sich als mehrfacher Hessenmeister erstmals für die griechisch-römischen Deutschen Juniorenmeisterschaften qualifiziert und ließ bei seiner Premiere mit einem Achtungserfolg aufhorchen. Unter 17 Kontrahenten in seiner Gewichtsklasse von 54 Kilogramm platzierte er sich nämlich als Siebter unter die Top-Ten. Jetzt muss er erst einmal in den nächsten Wochen pausieren. Sein verletzter Arm musste nämlich in Gips gelegt werden. (zih)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.