Verwaltungsgebäude soll barrierefrei werden

Burg in Wolfhagen: Glaspavillon mit Fahrstuhl geplant

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Standort für einen Glaspavillon mit Fahrstuhl: Über ihn könnte die Zehntscheune (links), das Regionalmuseum Wolfhager Land (rechts) und die Burg (hinten) behindertengerecht erschlossen werden. In diesem Jahr soll sich entscheiden, ob das Vorhaben im kommenden Jahr umgesetzt werden kann.

Wolfhagen. Ein Verwaltungsgebäude ohne barrierefreien Zugang wie bei der Burg Wolfhagen entspricht nicht mehr dem Standard. Abhilfe soll nun ein Fahrstuhl schaffen.

Ein Verwaltungsgebäude ohne barrierefreien Zugang entspricht nicht dem Standard im 21. Jahrhundert. Dieser Überzeugung ist auch Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel. Daher beschäftige man sich schon länger mit der Frage, wie die Burg in Wolfhagen modernisiert werden könnte. Das Gebäude ist Sitz der Unteren Naturschutzbehörde, des Fachbereichs Jugend und der Verwaltung Der Arbeitsförderungsgesellschaft des Landkreises Kassel (AGiL). Eine konkrete Idee gibt es nun: Ein Glaspavillon könnte auf der Freifläche zwischen Burg, Regionalmuseum Wolfhager Land und Zehntscheune errichtet werden.

In ihn könnte ein Fahrstuhl integriert sein, so Kühlborn. Das Bauwerk würde sozusagen drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn nicht nur die Besucher und Mitarbeiter des Verwaltungsgebäudes würden vom stufenlosen Zugang profitieren, sondern auch die Gäste des Museums und der Zehntscheune. Bis zur Jahresmitte sollen die Kosten für das Projekt ermittelt werden. Noch in diesem Jahr soll entschieden werden, ob mit der Umsetzung des Vorhabens bereits im kommenden Jahr begonnen werden kann. Möglicherweise könne sich die Stadt Wolfhagen über das Programm der „Aktiven Kernbereiche“ beteiligen.

Neben der Schaffung eines behindertengerechten Zugangs müsste die Heizung in der Burg erneuert werden, ebenso wie die sanitären und die elektrischen Anlagen. „Noch handelt es sich um ein Gebäude, bei dem sein Charme den Nutzfaktor übersteigt“, scherzt Kühlborn mit Blick auf den Zustand der Verwaltung hinter dicken Mauern.

Vor einigen Jahren war die Stadt auf der Suche nach einem Investor, der in die Burg ein Hotel integriert. Allerdings hatte sich kein Geldgeber für diese Idee erwärmen können. Die Umsetzung des Vorhabens hatte sich als nicht wirtschaftlich erwiesen.

Von Antje Thon

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