Naturschutzgebiet Glockenborn

Schauplatz im Kinderbuch: Elisabeth Naumann illustriert Geschichte ihrer Autorenfreundin Regina Lück

Zeigt mit Blick auf den Isthaer Berg ihr passendes Aquarell aus dem neuen Buch „Elli kann nicht schwimmen“: Illustratorin Elisabeth Naumann.
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Zeigt mit Blick auf den Isthaer Berg ihr passendes Aquarell aus dem neuen Buch „Elli kann nicht schwimmen“: Illustratorin Elisabeth Naumann.

Elisabeth Naumann illustriert die Geschichte „Elli kann nicht schwimmen“ ihrer Autorenfreundin Regina Lück. Gemeinsam veröffentlichten sie nun das Buch.

Bründersen - Für Elisabeth Naumann war es ein sonniger Moment an einem eher trüben Tag, als sie kurz vor Weihnachten den Besuch in der alten Heimat auch für einen Spaziergang am Glockenborn nutzte. Der Blick hinauf zum Isthaer Berg, die fröhlich vor sich hin schnatternden Enten, Gänse und Schwäne auf den zwei kleinen Seen und die frische Luft inmitten des heutigen Naturschutzgebietes wecken Erinnerungen an ihre Kindertage in Bründersen. „Mein Vater hat hier in den Endsechzigern Fischteiche angelegt und sich auf Karpfen spezialisiert“, erinnert sich die heute im Schwarzwald lebende 61-Jährige, die nicht geahnt hätte, dass eben diese Tiere gut vier Jahrzehnte nach ihrem Abitur für ein gemeinsames Projekt mit ihrer früheren Schulfreundin Regina Lück sorgen würden.

„Vor rund zwei Jahren traf ich sie in Wolfhagen wieder, und als sie mich vor Kurzem fragte, ob ich mir vorstellen könnte, Bilder zu ihrem Text für ein Kinderbuch zu malen, machte ich schnell die ersten Entwürfe, die beinahe wie von selbst am Glockenborn angesiedelt waren”, sagt die Künstlerin, die regelmäßig in Deutschland und auch Amerika ausstellt, außerdem bekannt ist für ihre jährlich erscheinenden Kalender und Grußkarten.

„An der Oberfläche der Gewässer habe ich während mehrerer Spaziergänge die Rücken von Karpfen beobachtet, deren Schuppen beinahe golden glänzten, dabei wurde mir klar, dass die Geschichte meiner heute in Berlin lebenden Freundin nur zwischen Wolfhagen und Bründersen spielen kann.” Die handelt vom Entenkind Elli, das Angst vor tiefem Wasser hat und deshalb nicht schwimmen kann, doch Finn, der Fisch, überzeugt Elli, dass jede Ente schwimmen lernen kann. So wurde in Naumanns Bildern aus Finn, dem von Lück beschriebenen Fisch, ein Karpfen und zur Biberburg gesellte sich die Weidelsburg. „Es sind keine Illustrationen im Sinne einer Untermalung der Geschichte, sondern Aquarelle, bei denen jedes Bild für sich allein stehen kann“, betont Naumann, die gemeinsam mit Lück über mehrere Wochen die Telefonleitungen zwischen dem Schwarzwald und der Hauptstadt zum Glühen brachte, bis das Büchlein schließlich fertig war. Auch Lück nämlich zeigte sich begeistert von der Idee ihrer Jugendfreundin, die Geschichte zumindest bildlich in der alten Heimat anzusiedeln. „Ich wusste sofort, dass Elisabeth die Richtige für mein Buch ist“, schwärmt die aus Oberlistingen stammende Grundschullehrerin und Autorin. „Wir haben uns schon immer prima ergänzt, und das nötige Vertrauen aus früheren Jahren war sofort wieder präsent.“

Nach so langer Zeit in einem gemeinsamen Projekt wieder zusammen in der alten Heimat anzukommen, stimmt beide glücklich. „Es hat viel ausgelöst in mir, und in gewisser Weise ist das nun ein Abschluss meiner Kindheit, gleichzeitig aber auch eine Hommage an meine Eltern, die mir eine wunderbare Zeit hier in der Region ermöglicht haben“, sagt Neumann voller Dankbarkeit. Vielleicht zieht es sie auch deshalb immer wieder hierher zurück, wo sonst gibt es schließlich an trüben Tagen solch sonnige Momente zu erleben?

Info: Das Buch „Elli kann nicht schwimmen“ von Regina Lück und Elisabeth Naumann ist erhältlich in der Buchhandlung Mander (12,90 Euro) und per E-Mail an service@liz-art.de (15 Euro inkl. Verpackung und Porto). liz-art.de

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