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Grundschüler aus Bad Emstal übernehmen in Eigeninitiative eine Patenschaft

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Von: Melanie Göhlich

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Eltern und Kinder der Klasse 1a der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal haben Engagement gezeigt und die Patenschaft für die kleine Nsamwa aus Sambia (zu sehen auf dem Patenbogen) übernommen.
Eltern und Kinder der Klasse 1a der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal haben Engagement gezeigt und die Patenschaft für die kleine Nsamwa aus Sambia (zu sehen auf dem Patenbogen) übernommen. © Melanie Goehlich

Eltern und Kinder der 1a der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal zeigen Engagement: Sie haben die Patenschaft für ein Mädchen aus Sambia übernommen.

Bad Emstal – Die Klasse 1a der Christine Brückner Schule im Bad Emstaler Ortsteil Sand übernimmt ab sofort die Patenschaft für die kleine Nsamwa aus Sambia, um auch ihr schnellstmöglich den Schulbesuch zu ermöglichen.

Als die spontane Idee Anfang Februar in der Klasse aufkam, haben die Eltern und Kinder keinen Moment gezögert und innerhalb kürzester Zeit Kontakt zu dem Verein Tabitha-Global-Care aufgenommen, der sich seit 2016 für Hilfsprojekte in Afrika einsetzt. „Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft möchten unsere Kleinen dazu beitragen, einem Kind in einem Entwicklungsland die Chance auf gute Bildung und bessere Versorgung zu bieten“, erklärt Tanja Bringmann vom Elternbeirat.

Mit 30 Euro im Monat wird der Schulbesuch eines Kindes gesichert

Mit dem in Fritzlar ansässigen Verein Tabitha-Global-Care habe man gute Erfahrungen gemacht, da bereits einige Kinderpatenschaften darüber im Bekanntenkreis vermittelt wurden. Neben der Vermittlung von Patenschaften baut der Verein Brunnen, schafft Wohnraum, hält Aufklärungsseminare und Alphabetisierungsprogramme.

„Mit einer Patenschaft in Höhe von 30 Euro im Monat wird der Schulbesuch eines Kindes gesichert“, erklärt Irmgard Berle, die sich gemeinsam mit ihrem Mann seit Jahrzehnten für die Entwicklungshilfe einsetzt.

Ehepaar Irmgard und Reinhard Berle von der Hilfsorganisation Tabitha-Global-Care.
Ehepaar Irmgard und Reinhard Berle von der Hilfsorganisation Tabitha-Global-Care. © Privat

Eine Afrikareise hat die Liebe zu Uganda und Sambia ausgelöst

Durch eine Reise im Jahr 1979 nach Indien, Nepal und Bangladesch sind die Eheleute auf die Not der Kinder in armen Ländern aufmerksam geworden und haben bereits damals mit einer persönlichen Patenschaft begonnen. „Eine Afrikareise in 1983 hat dann die Liebe zu Uganda und Sambia ausgelöst“, erinnert sich Irmgard Berle. „Da wir selbst keine Kinder haben, uns aber Kinder immer am Herzen lagen, waren wir motiviert, den Ärmsten der Armen zu helfen.“

Einmal jährlich reisen Berles nach Uganda und Sambia, um sich ein Bild von der Lage zu machen und zu helfen. „Der Kontakt zu den bedürftigen Menschen entsteht dann durch unsere Projektleiter vor Ort“, schildert Reinhard Berle. Der Pastor im Ruhestand ist seit über 40 Jahren in der Entwicklungshilfe tätig und Vorsitzender von Tabitha-Global-Care.

Schüler stehen mit ihrem Patenkind in Briefkontakt

Über Briefe können sich die Schüler mit ihrem Patenkind austauschen. Dieser Austausch erfolgt jedoch nicht direkt, sondern über das Büro von Tabitha. Die Briefe an das Patenkind kann die ganze Klasse gemeinsam verfassen. Entweder als Schul- oder weiterhin als privates Gruppenprojekt.

„Die Patenkinder freuen sich auch über Zeichnungen und Fotos von der Klasse, der Schule oder dem Ort“, erklärt Irmgard Berle. Das gemeinsame Erleben, Verantwortung zu übernehmen, andere Kulturen und Traditionen zu erfahren und Hilfe zu geben, fördert den verständnisvollen Umgang und macht das Projekt für alle Beteiligten nachhaltig, sind sich die Eltern sicher: „Wir waren alle sehr gerührt, als wir das Bild der kleinen Nsamwa aus Sambia gesehen haben“, sagt Nazan Mardorf. „Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, helfen zu können, und das mit der Gemeinschaft der Klasse.“ (Melanie Goehlich)

Hilfsprojekte des Vereins

Tabitha-Global-Care ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 2016 für Hilfsprojekte in Afrika einsetzt. Der Fokus liegt auf Uganda, Sambia sowie der Republik Kongo und den dortigen Projekten zur Selbsthilfe. Die dringlichsten Anliegen in den jeweiligen Ländern sind lebensnotwendige Maßnahmen wie Trinkwasser, Nahrung, menschenwürdige Lebensbedingungen und Bildung. Zurückgehend auf die wohltätige Tabea (engl. Tabitha) aus der Apostelgeschichte 9 hat der Verein seinen sinnstiftenden Namen.

tabithaglobalcare.com

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