Schüler bekommen Gefühl für Abfallvermeidung 

Im Unterricht wird ein Wal aus Jeansstoff und garantiert ohne Plastik im Bauch hergestellt

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Schüler kleben bildlich die sieben Weltmeere auf das Arbeitsblatt: Klassenlehrerin Vanessa Jekel versucht, anhand solcher Aufgaben, teilweise mit Bildern von Müllbergen im Wasser sowie am Strand, den Kindern bewusst zu machen, wie viel Müll es in den Meeren zu finden gibt.

„Nur so können wir die Welt retten. Wenn die Kinder schon anfangen, mitzudenken und auf die Umwelt achten“, sagt die Klassenlehrerin der 3b der Erpetalschule, Vanessa Jekel.

In Zusammenarbeit mit der Abfallentsorgung Kreis Kassel nimmt die Grundschule an Projekten teil, die sich mit Umweltverschmutzung befassen. „Die Schüler sollen schon früh lernen, Müll zu vermeiden“, sagt Jekel. Dafür gestaltet die Lehrerin für Deutsch, Mathe, Englisch und Sachunterricht ihre Stunden mit visuellen Experimenten. Um beispielsweise deutlicher zu machen, wie schlecht es den Fischen in den Meeren geht, erstellte die Klasse mithilfe von einigen Elternteilen Wale aus altem Jeansstoff. Garantiert ohne Plastik im Bauch. Jekel erzählte den Schülern von einer Reportage, die sie im Fernsehen gesehen hatte und in der ein gestrandeter Wal zu sehen war. Dieser diente als Beispiel, weil er tot an einem Strand lag und sein Magen voller Plastikmüll war.

Die sieben Weltmeere aufkleben

In der nächsten Aufgabe lässt Jekel die Schüler etwas ausschneiden und kleben. Die Neunjährigen bekommen zwei Arbeitsblätter ausgeteilt. Um die Aufgabe zu lösen, blättern die Schüler in einem Atlas. Sie sollen die sieben Weltmeere richtig bestimmen und passende Bilder mit müllverschmutzten Stränden dazu aufkleben.

Die Beispielbilder mit den Tonnen voll Müll an einzelnen Stränden bereiten den Schülern Sorgen. „Gerade das finde ich so bemerkenswert. Dass neunjährige Kinder schon so betroffen sind“, sagt Jekel. Die Kinder seien die Generation, die noch etwas bewegen könne.

Pädagogische Angebote der Abfallentsorgung des Landkreises Kassels 

Die Schüler sollen spielerisch ein Gefühl dafür entwickeln, weniger Müll zu produzieren. Dafür seien die Angebote der Abfallentsorgung des Landkreises Kassel gute Hilfsmittel: „Die pädagogischen Pakete der Abfallentsorgung sind für uns eine tolle Unterstützung.“ Zum Abschluss sammeln die Schüler Ideen, was sie in Zukunft alles für die Umwelt machen können. Die Kinder haben Vorschläge wie zum Beispiel „Joghurt im Glas anstatt im Plastikbecher“, „Trinkflaschen verwenden und keine PET-Flaschen“, „sowieso immer den Müll trennen“ oder „einen Einkaufskorb anstatt eine Plastiktüte mit in den Laden nehmen“. Das sind doch mal Aussichten.

Wer Interesse an den Projekten der Abfallentsorgung des Kreises Kassel hat, kann sich an Nadine Suchy unter 0561/10031045 wenden. Die pädagogischen Angebote sind ab der ersten Klasse bis hin zur 13. Jahrgangsstufe geeignet.

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