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Der EAM-Campus in Baunatal stellt Wohnraum für Familien aus der Ukraine bereit

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Von: Stefanie Lipfert

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Zahlreiche Helfer unterstützen die Hilfsaktion und bereiten die Unterkünfte auf dem Baunataler EAM-Campus für die Frauen und Kinder aus der Ukraine vor.
Zahlreiche Helfer unterstützen die Hilfsaktion und bereiten die Unterkünfte auf dem Baunataler EAM-Campus für die Frauen und Kinder aus der Ukraine vor. © Stefanie Lipfert (Archiv)

Das Helferteam um Beate Lopatta-Lazar organisiert in kürzester Zeit Wohnunterkünfte am EAM-Campus für 17 geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine

Alles begann in den frühen Morgenstunden des 4. März. Zwei Großfamilien aus der Ukraine kamen mit einem Hilfskonvoi der Ukrainehilfe Wolfhagen in den Landkreis und brauchten dringend eine Unterkunft. Als Beate Lopatta-Lazar, Leiterin der Aus- und Weiterbildung der EAM, und ihre Kollegen davon hörten, mobilisierten sie innerhalb von ein paar Stunden einen Trupp von Helfern, die es ermöglichten, zwei leer stehende Werkswohnungen auf dem EAM-Campus in Baunatal als Unterkunft für die 17 Frauen und Kinder herzurichten.

Lopatta-Lazar betreute die Hilfsaktion von Anfang an und übernahm die Leitung von den ersten Schritten der Aufnahme und der Bereitstellung der Wohnhäuser des EAM-Campus. Mit der großen Unterstützung vieler EAM-Mitarbeiter und dem Helfertrupp aus Wolfhagen war es möglich, die leeren Werkräume des EAM-Campus in kürzester Zeit zu reinigen und bewohnbar zu machen. Viele Helfer aus der Nachbarschaft spendeten Geld, Lebensmittel, Spielzeug für die Kinder, Schulranzen und Schulmaterial.

Nun gehe es in die zweite Phase der Betreuung. Und diese hat Beate Lopatta-Lazar mit Hilfe der Freiwilligen aus den eigenen Reihen der EAM- Mitarbeiter sowie dem Helfertrupp aus Wolfhagen und den Geldspenden des Betriebsrats organisiert und in die Wege geleitet. Es geht weiter mit der Organisation von Dolmetschern, Hilfe von Ärzten sowie Unterstützung bei Behördengängen und die Unterbringung der Kinder in Kitas und Schulen.

13 Paten, acht Dolmetscher und 14 Helfer konnten mobilisiert werden

„Auch hierbei einen großen Dank an Carsten Röhl, der sich großartig um das Organisatorische für die Frauen gekümmert hat. Mittlerweile haben wir 13 Paten, acht Dolmetscher und 14 Helfer mobilisieren können, die sehr engagiert sind und helfen, wo sie nur können“, sagt die Standortverantwortliche.

„Worauf wir wirklich sehr stolz sind, ist unser selbst organisiertes Patensystem. Es hat sich ein großer Helferkreis entwickelt, der sich fürsorglich um die Frauen kümmert und ihnen bei allem unter die Arme greift.“ Die acht Patenfamilien organisieren für die Mütter und Kinder Ausflüge und Unternehmungen, damit sie auch die Möglichkeit haben, das Beste aus der jetzigen Situation zu machen und so gut es geht, ihr Leben weiterzuleben.

Nun stehe im Mittelpunkt, dass man die Frauen immer weiter in die Selbstständigkeit begleite, berichtet Beate Lopatta-Lazar. Aktuell kümmere man sich darum, Sprachkurse zu organisieren, und die ersten Kinder besuchen schon bereits die Theodor-Heuss-Schule in Baunatal.

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Helfer

Es wird gehofft, dass die Familien bald eigene Wohnräume beziehen können. „Ohne den Zusammenhalt und den Teamgeist innerhalb der EAM – von der Geschäftsleitung über den Betriebsrat bis hin zu den zahlreichen Mitarbeitern – hätten wir die Hilfsaktion nicht ins Leben rufen können“, so Lopatta-Lazar. „Doch auch ein riesengroßes Dankeschön an die zahlreichen externen Helfer, Familienangehörige der EAM Mitarbeiter und dem tollen Helferkreis Wolfhagen, denn ohne sie hätten wir nicht so viele Fortschritte für diese Frauen erzielen können.“

Es sei eine Riesenkette an Helferangeboten entstanden, und das ganze Team sei überwältigt von dem Überangebot und der Hilfsbereitschaft der Helfer. Auch die Frauen aus der Ukraine seien gerührt von den zahlreichen Angeboten, so Beate Lopatta-Lazar.

Für die Aus- und Weiterbildungsleiterin war schon zu Beginn der Hilfsaktion klar, dass schnelle Unterstützung notwendig sei. Sie hoffe, mit dieser Initiative ein Zeichen des Sozialengagements zu setzen und anderen Mut zu machen, sich als Helfer zu engagieren, wo immer Hilfe benötigt werde. (Stefanie Lipfert)

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