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Helga Kepper wird vom Bundespräsidenten ausgezeichnet

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Von: Norbert Müller

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Strahlende Gesichter: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und die Urkunde an die Wolfhagerin Helga Kepper für ihr ehrenamtliches Engagement vor allem im Bereich der Wolfhager Tafel.
Strahlende Gesichter: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und die Urkunde an die Wolfhagerin Helga Kepper für ihr ehrenamtliches Engagement vor allem im Bereich der Wolfhager Tafel. © Norbert Müller/Screenshot

Die Wolfhagerin Helga Kepper hat im Schloss Bellevue in Berlin das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sie gilt als Herz und Motor der Wolfhager Tafel.

Wolfhagen/Berlin – Besondere Ehre für die Wolfhagerin Helga Kepper: Sie gehörte zu den 15 Auserwählten aus dem gesamten Bundesgebiet, die am Montag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in dessen Berliner Residenz Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz überreicht bekamen.

Anlass war der Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2022. Unter dem Motto „Mitmenschlichkeit leben: Wege aus der Armut schaffen“ würdigte das  Staatsoberhaupt den herausragenden Einsatz der acht Frauen und sieben Männer für benachteiligte Menschen in Deutschland und weltweit.

In der ersten Reihe: Helga Kepper (2. von links) mit weiteren Ausgezeichneten saß während der Veranstaltung ganz nahe beim Bundespräsidenten.
In der ersten Reihe: Helga Kepper (2. von links) mit weiteren Ausgezeichneten saß während der Veranstaltung ganz nahe beim Bundespräsidenten. © Müller, Norbert

Vor der jeweiligen Übergabe von Verdienstkreuz und Urkunde durch Steinmeier gab die Tagesschausprecherin Susanne Daubner als Moderatorin einen kurzen Überblick über die Verdienste der zu ehrenden Person. Zu Helga Kepper sagte Daubner, dass die Wolfhagerin sich schon als Jugendliche aktiv in ihrer Kirchengemeinde in Wolfhagen eingesetzt habe. Seit Jahrzehnten sei Kepper eine „verlässliche Stütze“, wenn tatkräftige Hilfe gebraucht werde. Daubner weiter: „Dabei hat sie vor nahezu 20 Jahren die Wolfhager Tafel zu einem Schwerpunkt ihres Wirkens gemacht. Sie hat die Tafel, deren Träger das Diakonische Werk Region Kassel ist, mit aufgebaut und setzt sich seitdem voller Energie dafür ein, dass Lebensmittel, die nicht verwendet werden, zu denen gelangen, die sie dringend benötigen.“

Mit der Wolfhager Tafel werden mehr als 450 bedürftige Menschen erreicht – davon 170 Kinder. „Helga Kepper gilt als Herz und Motor der Tafel, sei es bei der Sammlung und Ausgabe der Lebensmittel, der Koordination des ehrenamtlichen Teams oder bei den wöchentlichen Tafelsprechstunden. Dass die Tafel in der Region so rundum positiv wahrgenommen wird, ist ganz maßgeblich ihr Verdienst“, trug die Sprecherin vor, ehe Bundespräsident Steinmeier der 70-jährigen Wolfhagerin das Verdienstkreuz am Bande überreichte.

Die Ausgezeichnete befand sich dabei in bekannter Gesellschaft: So bekam kurz nach ihr der Schlagerbarde Frank Zander, der seit fast drei Jahrzehnten alle Jahre wieder eine Weihnachtsfeier für Obdachlose in Berlin organisiert, bei der in diesem Jahr fast 3000 Gäste Gänsebraten und Livemusik genießen können, das Verdienstkreuz 1. Klasse.

Für die Geehrten dankte Barbara Scharfbillig aus Wittlich in Rheinland-Pfalz, die sich dafür engagiert, die Bildungs- und Lebensbedingungen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Namibia zu verbessern. „Wir wollen eine fairere und bessere Welt für uns und unsere Kinder. Das haben wir alle gemeinsam“, brachte sie die Motivation der Geehrten einschließlich der von Helga Kepper auf den Punkt.

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