Nach dem Neustart ist die Hälfte der Betten schon belegt

Hochbetrieb nach Wiedereröffnung der Wolfhager Klinik

Sie ist „millionenfach dankbar“, dass sie wieder im Wolfhager Krankenhaus behandelt werden kann, sagt Patientin Melanie Schmidt. Sie sitzt auf dem Bett und Arzt André Raum steht vor ihr. Sie ist eine der ersten Patienten nach dem Klinik-Neustart.
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Sie ist „millionenfach dankbar“, dass sie wieder im Wolfhager Krankenhaus behandelt werden kann, sagt Patientin Melanie Schmidt. Hier mit Arzt André Raum. Sie ist eine der ersten Patienten nach dem Klinik-Neustart.

Wolfhagen – Kurz nach der Wiedereröffnung der Wolfhager Klinik herrscht bereits Hochbetrieb am Ofenberg. 22 Patienten sind aktuell stationär aufgenommen. „Damit sind schon mehr als die Hälfte der vorhandenen Betten belegt“, freut sich Kreissprecher Harald Kühlborn.

Derzeit fehlt noch Personal, obwohl gut 90 Prozent der alten Mitarbeiter wieder nach Wolfhagen zurückgekehrt sind. Der Kreis führt derzeit einige Gespräche mit potenziellen Bewerbern.

Auch bei der ärztlichen Versorgung wird es neue Gesichter geben. „Wir wollen künftig neue medizinische Angebot im Bereich der Inneren und der Chirurgie anbieten“, erklärt der Kreissprecher. Ein medizinisches Konzept sei in Arbeit.

Eine wichtige Rolle sollen dabei auch die Belegärzte spielen. Einige haben bereits in dieser Woche ihre Operationen in der Klinik wieder aufgenommen.

Im OP-Bereich standen gestern bereits sieben Operationen an.

Den Menschen in der Region fehlt die schon vor Jahren geschlossene Geburtshilfestation. Es werden immer wieder die langen Anfahrtswege für die Schwangeren zu anderen Kliniken kritisiert. Was das betrifft, werde sich vorerst im Wolfhager Krankenhaus nichts tun. Der Kreis schließt allerdings nicht aus, dass in den kommenden Jahren wieder ein Kreißsaal in Wolfhagen öffnen könnte. „Das hängt davon ab, wie sich die Gesamtversorgung im Landkreis entwickelt“, erklärt Kühlborn.

Problem einer Geburtshilfe seien die hohen Kosten für die Betriebsversicherung. Da müsse es schon eine hohe Anzahl an Geburten geben. Außerdem gebe es in Wolfhagen derzeit keine Ärzte, die die Geburten im Krankenhaus begleiten würden. (Bea Ricken)

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