Leere Unterkünfte

Flüchtlinge in Kreisteilen Hofgeismar und Wolfhagen ziehen oft in Wohnungen

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Die meisten Flüchtlinge in den Kreisteilen Hofgeismar und Wolfhagen leben mittlerweile in eigenen Wohnungen.

Wolfhagen/Hofgeismar. Die meisten Flüchtlinge in den Kreisteilen Hofgeismar und Wolfhagen leben mittlerweile in eigenen Wohnungen. Einige Unterkünfte wurden bereits geschlossen.

Die meisten Flüchtlinge in den Kreisteilen Hofgeismar und Wolfhagen leben mittlerweile in eigenen Wohnungen. Einige Unterkünfte in den einzelnen Kommunen wurden bereits geschlossen, zuletzt die alte Hofgeismarer Post mit 120 Plätzen.

Eine Unterkunft in Kaufungen wurde erst kürzlich stillgelegt, davor war Zierenberg an der Reihe. „Wir werden auch in diesem Jahr noch weitere Unterkünfte schließen“ sagt Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage.

In den Altkreisen gibt es derzeit noch 14 Unterkünfte, verteilt auf fünf Orte. Der größte Standort ist dabei die Pommernanlage in Wolfhagen, wo 398 Asylsuchende verteilt auf acht Unterkünfte leben. In Bad Karlshafen leben 112 Menschen in drei Unterkünften.

In Hofgeismar (57), Bad Emstal-Sand (14) und Wolfhagen-Istha (14) gibt es jeweils eine Unterkunft. Vergleicht man die Zahlen vom Jahresbeginn mit den insgesamt untergebrachten Flüchtlingen (siehe Kasten), wird deutlich, dass die meisten Flüchtlinge mittlerweile in eigenen Wohnungen wohnen.

Zahl der Asylsuchenden bleibt stabil

Die Miete zahlt bei Menschen ohne Anerkennungsstatus der Landkreis, der in der Regel auch direkt die Mietverträge abschließt. „Wenn wir feststellen, dass die Betroffenen in der Lage sind, selbst Miete zu zahlen, holen wir uns die dann auch zurück“, sagt Kühlborn. Anders ist es bei den Menschen, die bereits beim Jobcenter gemeldet sind. Für sie bezahlt gegebenenfalls die Einrichtung das Geld für die Wohnungen.

Die Zahl der Asylsuchenden bleibt relativ stabil – von Ende September bis Ende Dezember 2018 ist die Zahl der Flüchtlinge im gesamten Landkreis Kassel von 4416 auf 4325 zurückgegangen. Im vergangenen Jahr waren aus der Stadt und dem Landkreis Kassel 120 Menschen abgeschoben worden, 93 waren freiwillig ausgereist.

Eine der größten Flüchtlingsunterkünfte im Kreis, die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem alten Flugplatz in Calden, war am vergangenen Montag endgültig geschlossen worden. Bereits seit einem Jahr hatten dort keine Menschen mehr gelebt.

Zahl der Flüchtlinge

Bad Emstal

103

Bad Karlshafen

247

Breuna

18

Grebenstein

105

Habichtswald

11

Hofgeismar

491

Immenhausen

50

Liebenau

23

Naumburg

36

Oberweser

40

Reinhardshagen

5

Trendelburg

9

Wahlsburg

13

Wolfhagen

715

Zierenberg

92

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